Fussball-Regionalliga : SC Weiche Flensburg 08 mit unverdientem Heimsieg

Freude pur: Die Mitspieler feiern den Torschützen Julian Stöhr (Zweiter von links).

Freude pur: Die Mitspieler feiern den Torschützen Julian Stöhr (Zweiter von links).

1:0 gegen das bessere Team von Eintracht Norderstedt – ein Erfolg, der eigentlich nicht verdient war.

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31. August 2019, 17:00 Uhr

Flensburg | Trainer Daniel Jurgeleit brachte es auf den Punkt. „Das war ein bisschen Quälerei heute.“ Für seine Spieler bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Platz auf jeden Fall, aber auch für die 657 Zuschauer im Manfred-Werner-Stadion. In der vierten Minute der Nachspielzeit traf Julian Stöhr zum glücklichen 1:0 (0:0) des SC Weiche Flensburg 08 in der Fußball-Regionalliga gegen Eintracht Norderstedt.

Jurgeleit hatte sein Team gegenüber dem 1:1 in Bremen gleich auf sechs Positionen verändert – keiner der Neuen lieferte dabei ein Bewerbungsspiel für weitere Einsätze ab. Dennoch hätten die Gastgeber zur Halbzeit führen können, ja müssen: In der 28. Minute scheiterte Gökay Isitan an Norderstedts Keeper Lars Huxsohl – und wie es Fabian Graudenz schaffte, den Ball 60 Sekunden später am leeren Tor vorbeizuschießen, wird dem Schützen wohl noch lange ein Rätsel sein.

Die besten Norderstedter Gelegenheiten gingen auf das Konto von Holger Brüning: Seinen Kopfball in der 2. Minute parierte Keeper Florian Kirschke, sein Distanzschuss (45.) strich knapp über den Kasten.

Halbzeit zwei begann mit einem Freistoß von Gökay Isitan, der am Pfosten landete (48.). Die besseren Chancen hatte Norderstedt. Kirsche parierte stark einen Kopfball von Jan Lüneburg (62.)., Nick Brisevac zielte, nachdem er zwei Gegenspieler düpiert hatte, knapp daneben (67.), und Juri Marxen (80.) machte aus der guten Vorlage von Lüneburg viel zu wenig, sein Schuss war schwach. Auch Rico Bork (84.) war viel zu unentschlossen.

Alles hatte sich schon mit einem 0:0 abgefunden, da holte der eingewechselte Tim Wulff in der vierten Minute der Nachspielzeit einen Freistoß heraus. Der zuvor schwache Julian Stöhr trat an – und traf tatsächlich ins Tor. „Das war ein hoch verdienter Sieg“, urteilte Liga-Geschäftsführer Harald Uhr. Ein Blick in sein Gesicht verriet, wie ernst diese Aussage gemeint war.

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