Hallenmasters in Kiel : Final-Frust beim SC Weiche Flensburg 08

Die Gesichter sprechen Bände: Florian Kirschke, Torge Paetow und Patrick Thomsen (von links) sind nach dem verlorenen Finale enttäuscht.
Die Gesichter sprechen Bände: Florian Kirschke, Torge Paetow und Patrick Thomsen (von links) sind nach dem verlorenen Finale enttäuscht.

Fußball-Regionalligist belegt beim Hallenmasters Rang zwei – und ärgert sich über eine umstrittene Szene im Endspiel.

Avatar_shz von
12. Januar 2020, 20:25 Uhr

Kiel | Platz zwei beim Hallenmasters – doch so richtig zum Feiern war keinem beim Fußball-Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08 zumute. Zu tief saß der Frust über die 1:3-Finalniederlage gegen den SV Todesfelde. Dominic Hartmann befand: „Wir waren der Favorit. Die Qualität hätte sich durchsetzen müssen. Das haben wir nicht hinbekommen. Deshalb ist das Ergebnis sehr enttäuschend.“ Schon in der Vorrunde war Weiche 08 in der ausverkauften Kieler Arena über ein 1:1 gegen Todesfelde nicht hinausgekommen.

Anders als im Vorjahr, als sich die Mannschaft von Trainer Daniel Jurgeleit bis ins Finale gegen Strand 08 eher „durchgemogelt“ hatte, konnte Weiche 08 in Vorrunde und Halbfinale zwar nicht glänzen, sich aber solide behaupten. Das Halbfinale gegen den als Geheimfavoriten gehandelten Oberliga-Zweiten 1. FC Phönix Lübeck hatten die Flensburger sogar recht deutlich beherrscht, wenngleich der Treffer zum 2:0 von Torge Paetow erst 23 Sekunden vor Schluss fiel. Dominic Hartmann hatte das 1:0 erzielt.

Für Ärger beim SC sorgte der ungeahndete „Wischer“ des Todesfelders Sebastian Klimmek ins Gesicht von Dominic Hartmann im Finale. „Das wird ein ewiges Geheimnis bleiben, dass es dafür nichts gab“, sagte Teammanager Marc Peetz, „das hinterlässt einen faden Beigeschmack.“ Hartmann erklärte die unsportliche Aktion von Klimmek und die ausbleibende Bestrafung mit den aufgeputschten Emotionen, meinte aber, dass man hier mindestens eine Zwei-Minuten-Strafe hätte geben müssen. Gleichwohl hielt sich der Flensburger nicht lange bei jener Szene auf, mit der das Finale auch einen anderen Verlauf hätte nehmen können.

Im Finale waren keine 50 Sekunden gespielt, als der SC bereits in Rückstand geriet. Christian Rave hatte neben den Kasten geschossen, Torhüter Florian Kirschke war abgetaucht, doch vom Rücken des Schlussmannes prallte der von der Bande zurückspringende Ball ins Tor. Tim Wulff vergab eine Großchance zum Ausgleich, Kevin Benner traf zum 2:0 für „Tofe“. Zwar gelang Dominic Hartmann der Anschlusstreffer, doch ein Ballverlust bescherte das 1:3 von Niklas Stehnck. SC-Trainer Daniel Jurgeleit befand, der SV Todesfelde habe mit der Unterstützung und Gemeinschaft, die er an den Tag legte, verdient gewonnen.

Beim 1:1 gegen Todesfelde (Tor: Ilidio Pastor Santos) zeichnete sich Florian Kirschke einige Male aus. Überraschend einfach aus Flensburger Sicht gestaltete sich der zweite Auftritt gegen den Liga-Rivalen Heider SV (3:0). Fabian Graudenz, Julian Stöhr und Tayfun Can trafen. Zum Gruppensieg reichte nun ein Unentschieden, das gab es auch: 1:1 gegen den SV Eichede.

Die Stormarner – mit Hendrik Ostermann, der erstmals gegen seine ehemaligen Kollegen spielte – wehrten sich tapfer gegen das drohende Aus und gingen 1:0 in Führung. Weiche 08 blieb jedoch ruhig und wurde belohnt. Julian Stöhr machte mit seinem zweiten Turniertreffer Gruppensieg und Semifinale klar.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen