Über eine Milliarde Euro für Neuzugänge : Ronaldo überstrahlt alles: Verrückter Transfersommer in Italien endet

Cristiano Ronaldo wechselte für 112 Millionen Euro von Real Madrid zu Juventus Turin.
Cristiano Ronaldo wechselte für 112 Millionen Euro von Real Madrid zu Juventus Turin.

Um Juventus Turin vom Thron zu stoßen, nehmen die italienischen Vereine der Serie A viel Geld in die Hand.

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16. August 2018, 16:45 Uhr

Turin | Nach dem spektakulären Transfer von Star-Stürmer Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin warten die Tifosi mit Spannung auf den Saisonstart der Serie A an diesem Wochenende – und auf die letzten Transfers. Lockt CR7 noch weitere Stars in die italienische Liga?

Nicht nur die Verpflichtung Ronaldos, für den Juventus Turin 112 Millionen Euro hinblätterte, machte die diesjährige Transferphase zu einer besonders teuren. Die "Gazzetta dello Sport" sprach vom "verrücktesten Transfersommer seit vielen Jahren". In der Tat: Die 20 Vereine überschritten nach Berechnungen des Portals transfermarkt.de noch vor Ablauf der Wechselperiode am Freitag eine Summe von einer Milliarde Euro. In den vergangenen Jahren stiegen die Summen zwar stetig, bisher aber nicht über die Milliardengrenze.

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Ronaldo überstrahlt alles – und an ihn sind enorme Erwartungen geknüpft, nicht nur für den Turiner Traditionsclub selbst. Ex-Juve-Spieler Christian Vieri bezeichnete den Transfer als "Lottogewinn", der der italienischen Liga auch wieder mehr internationale Aufmerksamkeit garantieren werde. Über die Serie A habe man zuletzt im Ausland wenig gesprochen, "weil es nicht mehr wie früher die Superstars" gegeben habe, hatte Vieri gesagt. Nun sicherte sich der Fernsehsender ESPN für mehrere Jahre die exklusiven Rechte für die Serie A in den USA.

Emre Can an der Seite von Ronaldo

Aber es gibt auch prominente Zugänge neben dem Topstar: Turin verpflichtete auch den deutschen Nationalspieler Emre Can von Liverpool und João Cancelo von Inter Mailand. Leonardo Bonucci ist nach einer Stippvisite bei AC Mailand ebenfalls wieder an Bord.

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Es gab einen spektakulären Tausch, denn zu den Mailändern wechselte dafür Argentiniens Stürmer Gonzalo Higuaín. Seinen erfahrenen Torwart Gianluigi Buffon ließ der amtierende italienische Meister hingegen zu Paris Saint-Germain ziehen. Stattdessen setzt Turin künftig auf den Polen Wojciech Szczesny, der sich in der vergangenen Saison dort bereits als Ersatz-Torhüter bewährte.

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Der Tabellenzweite Neapel will seine Kontrahenten in der kommenden Spielzeit unter neuer Führung angreifen. Statt Maurizio Sarri trainiert nun der frühere Münchner Coach Carlo Ancelotti die Mannschaft. Auch Stürmer Simone Verdi, der zuvor bei Bologna spielte, ist neu.

Mit vier Punkten Abstand lag Napoli in der vergangenen Saison relativ knapp hinter dem Tabellenersten Juventus und hatte sich die gesamte Saison über ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Bianconeri geliefert. Der Drittplatzierte AS Rom landete mit 18 Punkten deutlich dahinter. Der Hauptstadtverein hat sich nun den französischen Weltmeister Steven Nzonzi geholt, der zuvor bei Sevilla kickte. Außerdem kamen Javier Pastore (Paris Saint-Germain) und der junge Niederländer Justin Kluivert (Ajax Amsterdam). Geld in die AS-Kasse spülte der Verkauf des brasilianischen Torwarts Alisson Becker, den der Club Berichten zufolge für 62,5 Millionen Euro an Liverpool verkaufte.

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Auch Inter Mailand, zuletzt auf Platz vier der Tabelle, stellt sich mit mehreren Zukäufen neu auf: Der Club zahlte geschätzte 38 Millionen Euro Ablöse an AS Rom für Radja Nainggolan, außerdem holte der Verein Lautaro Martinez vom Racing Club und Matteo Politano von Sassuolo. "Mein Wunsch, weiter für den Erfolg dieses großen Vereins zu kämpfen, stand nie außer Frage", sagte Trainer Luciano Spalletti bei seiner Vertragsverlängerung bis 2021. Aus einem vielversprechenden Gerücht wurde bislang hingegen nichts: Tagelang hatten sich Spekulationen um den WM-Finalisten Luka Modric von Real Madrid gehalten.

Der erste Spieltag der Serie A wird überschattet von dem verheerenden Brückeneinsturz in Genua. Am Samstag gilt Staatstrauer im ganzen Land. Genuas Erstligist Sampdoria habe bei der Serie A die Verschiebung des Heimspiels gegen Florenz beantragt, das für Sonntag geplant ist, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Clubkreise.

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