Biathlon-Weltcup : Peiffer und Co. im Dauerregen von Oberhof ohne Chance

Arnd Peiffer wurde nur Zwölfter im Sprint in Oberhof.
Arnd Peiffer wurde nur Zwölfter im Sprint in Oberhof.

Beim Weltcup in Oberhof warten die deutschen Biathleten weiter auf den ersten Podestplatz. Im Sprint konnten auch die Männer nicht in den Kampf um die Top-Plätze eingreifen. Arnd Peiffer wird als Zwölfter bester Deutscher. Simon Schempp plagen Rückenprobleme.

shz.de von
05. Januar 2018, 16:23 Uhr

Im Dauerregen von Oberhof blieben Arnd Peiffer & Co. mal wieder nur die Rolle der Gratulanten. Im Sprint brachten sich die deutschen Biathleten beim Weltcup-Heimspiel durch insgesamt zwölf Schießfehler um Top-Platzierungen.

Peiffer lief als Bester noch auf Platz zwölf, hatte aber wie seine Teamkollegen keine Chance gegen Frankreichs siegreichen Superstar Martin Fourcade. Fünf Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang warten die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner damit auch nach dem neunten Einzelrennen auf den ersten Saisonsieg.

«Es sind zu viele Fehler passiert. 80 Prozent Trefferleistung reichen einfach nicht», sagte Peiffer, der sich zwei Strafrunden leistete und damit eine Zeithypothek von 1:02 Minuten auf Fourcade mit in die Verfolgung am Samstag (15.00 Uhr) nimmt. Dort will der Harzer, der mit der sechstbesten Laufzeit in der Loipe nur 41 Sekunden auf den überragenden Dritten Johannes Thingnes Bö verlor, wieder angreifen: «Wir müssen unser Schießen verbessern. Dann ist noch einiges möglich.» Zu schlagen ist dann auch Norwegens Routinier Emil Hegle Svendsen, der als Zweiter auf das Podest stürmte.

Für Deutschlands Nummer eins Simon Schempp war indes das erste Rennen des Jahres schon vorbei, bevor es richtig begonnen hatte. Dabei war die Strecke trotz des Rregens gut präpariert, ein fairer Wettkampf möglich. Aber der Massenstart-Weltmeister leistete sich liegend gleich zwei Fehler und auch stehend noch eine weitere Strafrunde. Am Ende stand der enttäuschende Platz 34 zu Buche - er war schlechtester Deutscher. «Man wünscht sich natürlich einen anderen Start», sagte der Schwabe, der in diesem Winter bisher dreimal Vierter geworden war und damit seit seinem WM-Triumph von Hochfilzen am 19. Februar 2017 auf einen Erfolg wartet.

Schempp plagen aber seit dem letzten Weltcup in Frankreich massive Rückenprobleme. Trotz ständiger Behandlungen hat er die Beschwerden, die sich stark auf seine Beine und damit die Laufleistung auswirken, noch nicht in den Griff bekommen. «Das ist gerade mein Hauptmanko, ich würde mich gerne auf das Wesentliche konzentrieren», sagte Schempp.

Er hofft nun auf schnelle Linderung, denn ihm rennt mit Blick auf Olympia langsam die Zeit davon. Gut möglich, dass er bis Ende des Monats noch Wettkämpfe auslässt. «Ich muss von Rennen zu Rennen schauen, wie die Verfassung ist», sagte Schempp. Im Jagdrennen am Samstag ist er dabei. Ob er am Sonntag in der Staffel startet, will der Uhinger dann entscheiden.

Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (3 Fehler) belegte vor 12 500 Zuschauern am Rennsteig Platz 17, Johannes Kühn (2) schaffte es auf Rang 20, Roman Rees (2) auf Platz 30. Der zweimalige Saison-Dritte Erik Lesser fehlte wegen eines Infektes. Der Frankenhainer hatte in den Einzelrennen durch zwei dritte Plätze für die einzigen deutschen Podestplätze gesorgt.

Franziska Hildebrand hat derweil beste Chancen auf ihren ersten Podestplatz der Saison. Die Sprint-Vierte hat am Samstag (12.15 Uhr) im Jagdrennen die Top drei im Visier. «Die Devise heißt voller Angriff», sagte die 30-Jährige. Laura Dahlmeier hofft nach ihrem auskurierten Infekt als 13. des Sprints auf einen Top-Ten-Platz. «Ich versuche mein Bestes zu geben», sagte die siebenmalige Weltmeisterin.

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