"Inklusion bedeutet Chancengleichheit" : Paralympics-Chef offen für Idee der European Championships

Andrew Parsons kann sich eine Teilnahme von Sportlern mit Handicap bei den European Championships vorstellen.
Andrew Parsons kann sich eine Teilnahme von Sportlern mit Handicap bei den European Championships vorstellen.

Die ersten European Championships waren ein voller Erfolg. Das sieht Paralympics-Chef Andrew Parsons genauso.

shz.de von
22. August 2018, 07:01 Uhr

Berlin | Paralympics-Chef Andrew Parsons schließt eine Teilnahme des Behindertensports an künftigen European Championships nicht aus. "Ich bin offen für solche Ideen", sagte der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Der Brasilianer sträubt sich aber dagegen, dass sich der Behindertensport mit nur zwei oder drei Wettbewerben in Titelkämpfen der Nicht-Behinderten einbauen lässt. "Das wäre nur ein Abhaken von Pflichten, aber keine wirkliche Inklusion", sagte der 41-Jährige, der derzeit die Para-EM der Leichtathleten in Berlin besucht. "Inklusion bedeutet Chancengleichheit."

Finden sich Gastgeberstädte?

Bevor der Gedanke einer Aufnahme von Behindertensport-Veranstaltungen in European Championships weiter diskutiert würde, müsste die Multisport-Veranstaltung, die Anfang August in Berlin und im schottischen Glasgow ihre Premiere feierte, jedoch von allen beteiligten Seiten gerade unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten analysiert werden. Parsons: "Eine entscheidende Frage ist, ob sich weitere Gastgeberstädte finden."

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