Riesenslalom : Pannen-Start im Riesenslalom: Rebensburg setzt nun auf Speed

Viktoria Rebensburg ist beim Riesenslalom in Killington ausgeschieden. /AP
Viktoria Rebensburg ist beim Riesenslalom in Killington ausgeschieden. /AP

Rang vier in Sölden war nicht schlecht, doch auch in Killington verschenkt Rebensburg einen Podestplatz im Riesenslalom. Nach dem ersten Ausfall in ihrer Lieblingsdisziplin seit fast vier Jahren setzt sie nun auf Geschwindigkeit.

shz.de von
25. November 2018, 09:42 Uhr

Den unbefriedigenden Saisonstart im Riesenslalom muss Viktoria Rebensburg beiseiteschieben. Rang vier in Sölden vor einem Monat und nun das Aus in Killington am Samstag trotz jeweils bester Chancen auf einen Podestplatz passen nicht zum Saisonziel Riesenslalom-Kugel.

Der Ausfall in den USA war der erste in ihrer Lieblingsdisziplin seit fast vier Jahren. Noch gibt es aber sechs ausstehende Rennen in dieser Disziplin - und Rebensburg hat im WM-Winter noch andere Pläne. Dazu zählen eine Medaille bei den Titelkämpfen und Erfolg in den Speed-Disziplinen: «Ich möchte auch den Super-G nicht hinten runter fallen lassen. Da gab es letztes Jahr so einen Aha-Effekt. Auch wenn die Ergebnisse nicht so gut waren», sagte die 29 Jahre alte Skirennfahrerin bereits im Sommer.

Nach der Abreise aus dem US-Bundesstaat Vermont, auf dem Weg in die kanadischen Rocky Mountains nach Lake Louise, geht es für Rebensburg also darum, sich physisch und psychisch wieder auf die langen Ski einzustellen. Und sich von den Ergebnissen zum Saisonstart vor den beiden anstehenden Abfahrten und dem Super-G nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. «Im Prinzip muss man jetzt einfach nur schauen, dass man es das nächste Mal gut runter bringt», sagte Cheftrainer Jürgen Graller der Deutschen Presse-Agentur. «Der größte Fehler wäre, jetzt etwas zu dramatisieren.»

Klar ist aber, dass niemand im Deutschen Skiverband zufrieden ist mit dem Saisonstart der einzigen echten Weltklassefahrerin bei den Alpinen. «Es ist einfach ärgerlich, weil ich weiß, dass sie schnell ist», sagte Graller nach dem Rennen am Samstag. Rebensburg war vor 18 500 Zuschauern im ersten Durchgang auf Rang fünf geflitzt und hatte sich damit eine ordentliche Ausgangsposition für den zweiten Lauf erarbeitet.

Im Finale ließ sie sich vom Trubel um die Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die direkt vor ihr gestartet war, zunächst überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Ohne jede Unsicherheit carvte Rebensburg um die Tore - patzte dann aber ohne Not bei einem Rechtsschwung: Innenskifehler, raus. Nach 29 Riesenslaloms mit Platzierungen in den Punkten war es für Rebensburg der erste Ausfall in ihrer Lieblingsdisziplin seit Dezember 2014 in Are. Dabei wäre sie hinter Siegerin Federica Brignone und Ragnhild Mowinckel auf Rang zwei wohl locker Dritte geworden. «Nicht mein Tag», twitterte Rebensburg danach. In Lake Louise sieht es womöglich schon wieder anders aus.

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