Olympia : Ermittlungsverfahren gegen Slalomfahrer Neureuther

Dumm gelaufen: Erst baut der Olympia-Medaillenkandidat einen Unfall auf dem Weg zum Flughafen. Jetzt ermittelt auch noch die Staatsanwaltschaft.

shz.de von
14. Februar 2014, 12:15 Uhr

München | Nach einem Verkehrsunfall des Skirennfahrers Felix Neureuther auf der Fahrt zum Münchner Flughafen hat die Staatsanwaltschaft München II ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Unfallflucht eingeleitet. Dies teilte am Freitag ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit. Neureuther hatte auf der Anreise zu den Olympischen Winterspielen am Freitagmorgen den Unfall gebaut.

Neureuthers Olympia-Anreise steht aus Sicht der Staatsanwaltschaft trotz derer Ermittlungen aber nichts im Wege. „Natürlich darf er nach Sotschi reisen“, sagte der Polizeisprecher. „Wir haben die besten Wünsche für ihn, dass er seinen Traum erfüllen kann.“ An dem Verkehrsunfall sei ja kein anderes Fahrzeug beteiligt gewesen und niemand verletzt worden. Nach Angaben des Münchner Polizeisprechers ereignete sich der Unfall kurz vor 6 Uhr. Neureuthers Wagen sei ins Schleudern geraten und habe die Leitplanke leicht berührt. „Es geht mir den Umständen entsprechend gut“, sagte Neureuther laut DSV. „Ich fliege morgen nach Sotschi.“ Die Untersuchungen in München ergaben keinen Hinweis auf knöcherne Verletzungen.

Neureuther, Sohn der Skilegenden Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, gilt als einer der weltbesten Slalomfahrer. Ihm werden in Sotschi große Medaillenchancen zugerechnet. Seine Eltern sind seit Beginn der Spiele in Russland und wollten den Sohn eigentlich im Alpinzentrum Rosa Chutor anfeuern.

Ihm bei seiner Profession nah zu sein, bedeutet den beiden deutschen Alpin-Größen viel. "Wir sind eine ganz normale Familie, die sich versteht. Das ist für uns als Eltern das Wichtigste, nicht, dass er eine Goldmedaille holt", hatte die Olympiasiegerin von 1976 gesagt.

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