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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

21. August 2017 | 20:25 Uhr

Willkommensfeier nach Rio : Deutsche Olympia-Mannschaft feiert in Frankfurt

vom

Da sind sie wieder: Die deutschen Olympioniken lassen sich feiern. Bundespräsident Gauck kritisiert Doping.

Frankfurt/Main | Die deutschen Sportler sind von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zurückgekehrt. Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) empfingen am Dienstagmittag rund 300 Athleten bei einer großen Willkommensfeier auf dem Römerberg, dem Rathausplatz in Frankfurt am Main. Darunter waren auch zahlreiche Olympia-Starter aus Norddeutschland, die am Abend in Hamburg zurückerwartet wurden.

Das Olympia-Team filmte die eigene Ankunft:

 

„Deutschland sagt euch heute Danke!“, rief Gauck, der bei seiner Rede im Rathaus auch das massive Dopingproblem im internationalen Sport kritisierte. „Ich möchte nicht Präsident eines Landes sein, dass Medaillen um jeden Preis will. Das hatten wir schon einmal in Deutschland“, sagte das Staatsoberhaupt. „Wir wollen stolz auf das sein, was wir mit Fairness und eigenen Mitteln geschafft haben. Und das ist viel.“ Der Bundespräsident habe damit „genau die richtigen Worte gefunden“, lobte Kanu-Olympiasieger Max Hoff in der ARD.

Das deutsche Olympia-Team landete am in zwei Sondermaschinen der Lufthansa auf dem Frankfurter Flughafen und wurde von dort aus mit mehreren Bussen in die Innenstadt gefahren. Eine der Mainbrücken verwandelte sich kurzerhand zum „Walk of Fame“, als die Sportler sie winkend und Fahnen schwenkend überquerten. Dort wurden sie von mehreren tausend Zuschauern, Familienangehörigen und Freunden jubelnd empfangen. Anschließend trugen sich die Athleten in das Goldene Buch der Stadt ein. „Diese Kulisse ist atemberaubend, das macht sehr, sehr viel Spaß. Dieser Empfang macht uns alle sehr stolz“, sagte Schwimmer Paul Biedermann.

Auch Kanutin Franziska Weber, die mit dem Kajak-Zweier und dem Kajak-Vierer in Rio de Janeiro jeweils die Silbermedaille gewann, sagte: „Man freut sich, wieder zu Hause zu sein und fühlt sich einfach willkommen. Was für ein toller Empfang. Davon kriegt man einfach Gänsehaut.“

Ein Fanclub jubelt den Olympiateilnehmern des „Deutschen Bahnrad-Vierer“ zu.

Ein Fanclub jubelt den Olympiateilnehmern des „Deutschen Bahnrad-Vierer“ zu.

Foto: dpa

DOSB-Präsident Alfons Hörmann zog am Tag der Rückkehr noch einmal ein gemischtes Fazit der Sommerspiele. „Mit 17 Goldmedaillen haben wir tolle Spitzenleistungen gesehen, und die 42 Medaillen insgesamt sind auch im Bereich dessen, was wir als ambitioniertes Ziel definiert hatten“, sagte er „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ im Interview. Doch es habe auch unbefriedigende Ergebnisse gegeben: „Möglichst viele Athleten mitzunehmen, indem man sogar die Qualifikationsnormen gesenkt hat, führte zu erkennbar inakzeptablen Ergebnissen.“

Auf dem Römer betonte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes, dass dies „die Spiele unserer Teamsportarten waren“. „Deshalb kommen rund 40 Prozent unserer Sportler mit einer Medaille zurück. Das ist eine Quote, die wir seit Barcelona 1992 nicht mehr hatten.“ Insgesamt gewann die deutsche Mannschaft in Rio 17 Gold-, 10 Silber- und 15 Bronzemedaillen. Hinter den USA (44/37/37), China (26/18/25), Großbritannien (27/22/17), Russland (18/17/18) und Japan (12/8/21) belegte sie damit den sechsten Platz im Medaillenspiegel.

Mehrere der Athleten twitterten Fotos von der Willkommensfeier:

 

Die Ruderer sind nicht nur auf dem Wasser zu acht unterwegs:

Olympiasiegerin Laura Ludwig steckt nach dem Sieg im Beachvolleyball alle anderen mit ihrem Gold-Lächeln an.

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erstellt am 23.Aug.2016 | 15:21 Uhr

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