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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

14. Dezember 2017 | 11:50 Uhr

Olympische Spiele in Rio 2016 : 17 Dinge, die bei Rio nicht so klappen

vom
Aus der Onlineredaktion

Müll, Sicherheit und Zuschauer: Nicht alles lief bei diesen Olympischen Spielen glatt. Wo es haperte.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2016 | 09:58 Uhr

Rio de Janeiro | Olympia in Rio, das sind keine ganz einfachen Spiele. Es gibt große Momente, Helden wie Michael Phelps und Usain Bolt, den Heiratsantrag des chinesischen Wasserspringers Qin Kai. Aber überschattet wird vieles von Problemen.

1. Sicherheit:

Im Olympischen Dorf wird gestohlen, es gibt mehrere Überfälle und im Reitzentrum Einschüsse unklarer Herkunft. Aber unterm Strich machen 85.000 Sicherheitskräfte ihre Sache gut.

2. Transport:

Ein kompliziertes System, teils stundenlange Anfahrten für Touristen zu Wettkampfstätten. Alles liegt weit auseinander - und bei einem Medienbus werden während der Fahrt Scheiben eingeworfen.

3. Sauberkeit:

Einige Athleten greifen selbst zum Putzlappen, weil tagelang im Olympiadorf nicht gereinigt wird. Verstopfte Klos, schlechter Waschservice und Schmutz sorgen für viele Beschwerden.

4. Versorgung:

Wenig Abwechselung, lange Wartezeiten und schlechte Qualität führen dazu, dass die Sportler-Schlangen bei McDonalds immer länger werden. Bei den Arenen geht für Zuschauer öfter das Essen aus.

5. Promi-Glanz:

Nur 18 Staats- und Regierungschefs bei der Eröffnung, weniger Promis als sonst feuern die Olympioniken an. Dafür hat Model Gisele Bündchen als Ipanema-Girl einen bleibenden Auftritt.

6. Wasser:

Zwar gibt es Entwarnung für die Segler in der als Kloake verschrieenen Guanabara-Bucht, dafür färbt sich aber das Wasser bei den Wasserspringen und Synchronschwimmern durch einen Defekt grün.

7. Zuschauer:

Offiziell sind 85 Prozent der 6,1 Millionen Tickets verkauft worden, aber überall trüben teils leere Arenen das Bild. Aber zumindest wenn Brasilianer antreten, ist es meistens voll.

8. Saubere Spiele:

Trotz des Reports über systematisches Staatsdoping dürfen rund 280 russische Athleten an den Start gehen. Bis zu 5000 Proben werden in Rio genommen, einige Athleten sind gedopt.

9. Technik:

Im Olympiapark stürzt eine an Stahlseilen für Panoramaufnahmen angebrachte Kamera ab, sieben Menschen werden verletzt. Ein Fehlalarm im Medienzentrum sorgt für Sendeausfälle.

10. Fahnen:

 

Bei der Anordnung der Sterne auf Chinas Fahne ist etwas schiefgelaufen. Umgehend müssen neue bestellt und genäht werden - schließlich ist China ein recht emsiger Medaillensammler in Rio.

11. Eröffnung:

Wer im Maracanã ist, kann nicht verstehen, dass die XXXI. Sommerspiele eröffnet sind. Interimspräsident Michel Temer (Foto rechts), der Dilma Rousseff per Amtsenthebung beerben will, wird ausgepfiffen.

12. Fairness:

Schmähgesänge zwischen Brasilianern und Argentiniern, Pfiffe für Gegner der Brasilianer. Stabhochspringer Renaud Lavillenie vergleicht die feindselige Rio-Stimmung mit Olympia in Berlin 1936.

13. Freiwillige:

Viele der 50.000 Helfer fühlen sich mies betreut, können daher nur bedingt helfen und quittieren den Dienst, weil sie beschimpft werden. Einige geben Akkreditierungen an Unbefugte weiter.

14. Favela-Frieden:

Abseits der olympischen Welt gelingt kein Frieden in Rios Favelas, Schießereien zwischen Drogengangs und Polizei, im Komplex Maré wird ein Militärpolizist angeschossen und stirbt.

15. Interesse:

Millionen Brasilianer nehmen Olympia teilnahmslos hin, nur 50 Prozent stehen laut Umfragen hinter der Sause, immerhin wird auch Dutzenden Straßenkindern der Besuch von Wettkämpfen ermöglicht.

16. Aufbruchsstimmung:

Olympia sollte das tief gespaltene Brasilien einen - stattdessen werden die Arenen zu „Temer Raus“-Protesten genutzt, von Anhängern der suspendierten Präsidentin Dilma Rousseff.

17. Twitter-Hashtag „Rio2016“:

<p>Wer darf den #Rio2016 benutzen? Darüber wird diskutiert.</p>

Wer darf den #Rio2016 benutzen? Darüber wird diskutiert.

Foto: dpa, Montage: shz.de
 

Was den Umgang mit dem Twitter-Hashtag „Rio2016“ anging, zeigte sich Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sperrig: Unternehmen wurde verboten, Olympia-Hashtags zu benutzen, wenn sie keine offiziellen Sponsoren sind. Ob ein Verbot der Nutzung bestimmter Hashtags rechtlich zulässig ist, ist unklar.

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