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Vorläufiger WM-Kader : Neulinge Durm & Co. von Berufung überrascht

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Im vorläufigen WM-Kader von Bundestrainer Joachim Löw stehen sechs Spieler ohne Länderspiel. Nur Shokdran Mustafi und Andre Hahn durften schon einmal beim DFB-Eliteteam sein. Erik Durm, Leon Goretzka, Max Meyer und Kevin Volland stehen vor einem echten Abenteuer.

Berlin | Zu den angenehmen Telefonaten von Joachim Löw und Hansi Flick einen Tag vor der Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders haben die Gespräche mit den Vertretern der Fußball-Generation Zukunft gezählt. Mit der Berufung von Erik Durm, Shokdran Mustafi, Leon Goretzka, Max Meyer, Kevin Volland und Andre Hahn in das 30-köpfige Aufgebot für das Turnier in Brasilien sorgten der Bundestrainer und sein Assistent am Donnerstag für Erstaunen - vor allem bei den Betroffenen.

Auch Sportschau-Moderator Matthias Opdenhövel ist erfreut:


„Die Überraschung und die Freude ist natürlich gigantisch“, sagte Abwehrspieler Erik Durm. „Das ist für mich der krönende Abschluss der Saison“, meinte der erst 19 Jahre alte Leon Goretzka. Sein ein Jahr jüngerer Schalker Teamkollege Max Meyer staunte: „Damit habe ich nicht gerechnet. Ich stelle keine Ansprüche und werde mein Bestes geben.“ Kevin Vollands größtes Problem war, nach Flicks Anruf die Nominierung für sich zu behalten: „Das fällt natürlich schwer.“ 

Auch Nationaltorwart Manuel Neuer weiß, wie schwierig es ist, die Vorfreude für sich zu behalten.

Meyer, Goretzka, Volland und der 21-jährige Dortmunder Durm gehörten bislang nicht zum DFB-Elitekader. Italien-Legionär Shokdran Mustafi von Sampdoria Genua und der Augsburger Andre Hahn waren immerhin schon einmal zum Schnupperkurs beim Länderspiel gegen Chile Anfang März in Stuttgart. Zum Einsatz kamen der Defensiv-Spezialist und der Mittelfeldspieler nicht.

Auch wenn die Neulinge unter der Rubrik Länderspiele noch einen Strich haben, wollen sie alles tun, dass ihr Name auch nach dem Trainingslager in Südtirol bei der endgültigen Festlegung im 23er-Kader am 2. Juni für das Abenteuer Brasilien auftaucht. „Ich fahre ja nicht ins Trainingslager, um Ferien zu machen, sondern ich will natürlich auch in Brasilien dabei sein“, erklärte der 22-jährige Mustafi. „Ich hoffe, dass ich den Bundestrainer mit meiner Leistung überzeugen kann.“ Auch Durm will sich bewähren: „Ich möchte mich in jedem Training beweisen und zeigen, dass der Bundestrainer mich zurecht in das vorläufige Aufgebot berufen hat.“ 

Ob zurecht, oder nicht – Torjäger Mario Gomez ist nicht für den vorläufigen WM-Kader nominiert, wie Comedian Matze Knop direkt im Anschluss an die Pressekonferenz twitterte.

Sportreporter Frank Buschmann hat es zumindest nicht anders erwartet.

Die besten Chancen, Mitglied der DFB-Reisedelegation nach Südamerika zu werden, darf sich Volland ausrechnen. Der 21 Jahre alte Kapitän der U21-Nationalmannschaft ist neben dem 14 Jahre älteren Miroslav Klose der einzige Stürmer im Aufgebot. Immerhin weiß er schon, wem er sein erstes Nationaltrikot widmet: seiner Mutter. „Ich habe ihr als kleiner Bubi versprochen, dass sie es bekommt, als wir in Memmingen in der Jugend ins Training gefahren sind“, sagte er. „Sie hat viel Zeit für mich geopfert, da ist es klar, dass das erste Nationaltrikot an meine Mama geht.“ Zwar ist sein Urlaub in der Dominikanischen Republik gebucht – aber mit einer Reiserücktrittsversicherung.

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erstellt am 08.Mai.2014 | 18:16 Uhr

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