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Fussball-Bundesliga : Neues vom HSV: Mit neuem Selbstbewusstsein zu Bayern München

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Der HSV in München - das bedeutete für die Hamburger in den vergangenen JahrenQualen. Am Samstag soll es anders werden.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 17:24 Uhr

Hamburg | Die jüngste Vergangenheit des Hamburger SV mit Rekordmeister Bayern München schreckt Trainer Markus Gisdol nicht. 2:32 Punkte mit 6:47 Toren in den vergangenen zwölf Spielen seit 2011 sind eine demoralisierende Bilanz für den norddeutschen Fußball-Bundesligisten. Nimmt man im gleichen Zeitraum nur die Gastauftritte der Hamburger in der Münchner Allianz-Arena, ist die Prügel noch verheerender: 0:18 Punkte, 3:36 Tore. „Unser Spiel jetzt hat nichts mit den alten Spielen zu tun“, beteuert Gisdol trotzig. Soll heißen: Was der alte HSV früher gegen die Über-Bayern abgeliefert hat, ist Geschichte. Heute ist die Mannschaft eine andere.

In der Tat haben die Hamburger heute ein anderes Selbstbewusstsein, pflegen eine andere Spielidee und haben im Abstiegskampf einigen Boden gutgemacht. 16 Punkte in den vergangenen neun Partien sind für einen Abstiegskandidaten ein hoffnungsvolles Lebenszeichen. Dass die Punkteausbeute ausgerechnet in München wachsen könnte, mag aber auch Gisdol nicht verkünden. Am Kräfteverhältnis, so ist sich der HSV-Coach sicher, können auch einige zuletzt holprige Auftritte des Titelverteidigers nichts ändern.

„Aktuell trennen uns Welten“, räumt Gisdol ein. „Bayern ist nach wie vor eine Top-Top-Mannschaft, die beste in Deutschland.“ Noch weiß der 47-Jährige nicht, wen er am Samstag (15.30 Uhr) einsetzen kann. Verletzungen und Erkältungen lassen das vermeintliche Startteam jeden Tag anders aussehen. „Wir werden die bestmögliche Mannschaft auf den Platz stellen. Wenn die Frage lautet, ob wir Spieler schonen oder Vollgas geben, dann kann es nur heißen: Vollgas!“

Derzeit bangt der HSV um die Stabilität in der Abwehr. Neben dem Motivations-Riesen Kyriakos Papadopoulos droht auch dessen Nebenmann Mergim Mavraj auszufallen. Der Albaner musste das Training am Donnerstag infolge einer Erkältung abbrechen. Ebenfalls wegen Fieber stand Rechtsverteidiger Gotoku Sakai nicht zur Verfügung. Papadopoulos klagt über eine Muskelverletzung in der Schulter. „Wir müssen schauen, wen wir Tag für Tag auf den Platz bringen“, meinte Gisdol. Im Training habe die Mannschaft deshalb improvisieren müssen.

Ein Rennen mit der Zeit wird die Genesung von Stürmer Bobby Wood, der an einer Oberschenkelblessur leidet. Seine Geschwindigkeit und Technik in vorderster Linie neben dem ebenso flinken Zuarbeiter Nicolai Müller sind Eckpfeiler im Spiel des neuen HSV.

Dagegen ist der Coach bei Albin Ekdal und Dennis Diekmeier, die ihre Erkältungen überwunden haben, ebenso optimistisch wie bei den zuletzt verletzten Aaron Hunt und Michael Gregoritsch. Das Quartett übte am Donnerstag mit der Mannschaft.

 

Keinen Grund zur Panik sieht trotz aller Personalprobleme Marcell Jansen. Der ehemalige HSV-Profi schrieb in der „Bild“-Zeitung: „Der HSV ist viel stabiler geworden. Die Zeiten von 0:8 oder 2:9 sind vorbei.“ Jansen verkündet gar keck, dass „sogar ein Punkt für uns“ drin sei. Ein eben solcher Erfolg gelang Gisdol einst mit 1899 Hoffenheim. 3:3 stand es am Ende. „Bayern in München zu packen wäre umso schöner“, meint Gisdol. Noch klingt es aber nach einer Träumerei.

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