Vierschanzentournee : Nach Sturz: Richard Freitag tritt nicht mehr an

Richard Freitag

Nach seinem ersten Sprung über 130 Meter kam der Deutsche Skispringer nicht  zum Stehen und fiel.

Damit muss der Gesamtweltcup-Führende alle Hoffnungen auf den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee begraben.

shz.de von
04. Januar 2018, 15:56 Uhr

Innsbruck  | Der Gesamtweltcup-Führende Richard Freitag geht nach seinem Sturz bei der Vierschanzentournee im zweiten Durchgang von Innsbruck nicht mehr an den Start. Dies teilte ein Sprecher des Deutschen Skiverbandes (DSV) am Donnerstag mit. „Er hat ziemliche Schmerzen“, sagte der Sportliche Leiter Horst Hüttel im ZDF.

Freitag konnte im ersten Sprung einen Versuch über 130 Meter nicht stehen und kam im Auslauf zu Fall. Die Hoffnungen auf den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee sind für den 26-jährigen Sachsen damit dahin. „Es schaut so aus, dass er nichts Ernsthaftes hat, aber auch das ist noch nicht sicher“, sagte Hüttel.

Sein Duell gegen den Schweizer Killian Peier gewann Freitag trotzdem und landete auf Rang 22. In Führung liegt einmal mehr der Pole Kamil Stoch, der mit nochmal verkürztem Anlauf ebenfalls auf 130 Meter sprang und damit die Konkurrenz deutlich distanzierte. Daniel Andre Tande und der Deutsche Markus Eisenbichler stehen auf dem geteilten zweiten Platz.

Der weiteste Sprung des Durchgangs gelang bei Nieselregen Andreas Wellinger, der seinen Versuch auf 133 Meter aber nur mit Mühe stehen konnte und damit Rang fünf belegt. Stephan Leyhe (6.) und Karl Geiger (7.) dürfen sich Hoffnungen auf eine Top-Platzierung machen. Pius Paschke schied nach einem Satz auf 99,5 Meter aus.

Vor rund 18.000 Zuschauern lief es für die Österreicher ähnlich mies wie zuletzt in Garmisch-Partenkirchen, als Gregor Schlierenzauer auf Platz 19 bester ÖSV-Adler wurde. Beim ersten von zwei Tournee-Heimspielen liegt Doppel-Weltmeister Stefan Kraft (118 Meter) auf Rang 23. Schlierenzauer schied im ersten Durchgang aus.

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