Jetzt abstimmen : Magath? Klopp? Klose? Wer sollte Löw im Rücktrittsfall ersetzen?

Ist die Zeit von Joachim Löw als Bundestrainer abgelaufen? Foto: dpa/Andreas Gebert
Ist die Zeit von Joachim Löw als Bundestrainer abgelaufen? Foto: dpa/Andreas Gebert

Direkt nach dem historischen WM-Aus ließ Jogi Löw die Frage über seine Zukunft offen. Das lässt Raum für Spekulationen.

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28. Juni 2018, 08:25 Uhr

Hamburg | Erst kurz vor dem Beginn der Weltmeisterschaft hatte Bundestrainer Joachim Löw seinen Vertrag bis 2022 verlängert. Auf Nachfrage wollte er sich am Mittwoch nach dem historischen WM-Aus der Nationalmannschaft nicht konkret zu seiner Zukunft äußern. Falls er zurücktreten sollte, muss ein neuer Bundestrainer her. Was meinen Sie: Wer sollte Jogi Löw im Falle eines Rücktritts ersetzen? Stimmen Sie ab!

Das sagen die früheren Weltmeister

Weltmeister Guido Buchwald sieht trotz des Scheiterns der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Vorrunde keinen Grund für einen Wechsel des Bundestrainers. Joachim Löw habe "in zwölf Jahren einen hervorragenden Job gemacht. Bei aller Enttäuschung muss man jetzt in Ruhe analysieren, dann sollte es mit ihm weitergehen", sagte der 57-Jährige dem "Kicker" (Donnerstag). Als Grund für das erstmalige Ausscheiden einer DFB-Auswahl in der WM-Gruppenphase nannte Buchwald mangelnden Teamgeist und mentale Schwächen.

Thomas Berthold, wie Buchwald 1990 mit der deutschen Mannschaft Weltmeister, forderte eine intensive Aufarbeitung der WM-Blamage von Russland. „Der DFB und die Bundesliga müssen sich jetzt hinterfragen. Zum Beispiel, ob es sinnvoll war, vor der WM langfristig mit Jogi Löw zu verlängern", sagte Berthold dem "Kicker". Der Bundestrainer habe bei der Personalauswahl keine glücklichen Entscheidungen getroffen. "Auf Sané und mit Petersen oder Wagner auf einen weiteren Stürmer zu verzichten war riskant und hat sich letztlich als Fehler erwiesen", sagte der 53-Jährige.

Der frühere Nationalspieler Olaf Thon nannte eine Reihe von Störfaktoren auf dem Weg zur WM als Ursache für das frühe Aus. "Es gibt vieles aufzuarbeiten. Im Moment habe ich den Eindruck: Wir brauchen einen radikalen Neuaufbau", sagte der 52-Jährige.

Magath: Kolossales Versagen

Der langjährige Bundesliga-Trainer Felix Magath ist entsetzt vom blamablen Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft bei der WM in Russland, nimmt aber Bundestrainer Joachim Löw in Schutz. "So ein kolossales Versagen hatte ich mir nicht vorstellen können. Der Auftritt unserer Nationalmannschaft war so desolat, dass es nicht damit getan ist, einen Schuldigen zu suchen", schreibt der 64-Jährige auf seiner Facebook-Seite. "Der Auftritt wirft eher die Frage auf, ob das, was wir spielen, das ist, was wir nur können."

Die Nationalmannschaft sei die Hoffnung gewesen, wieder einen Titel gewinnen zu können. "In unserem Klubfußball haben wir schon einige Jahre keine internationalen Titel mehr vorzuweisen. Nun ist offenbar auch die Nationalmannschaft in diesem Abwärtstrend", stellte Magath fest. "Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren: im Fußball und speziell in der Nationalmannschaft wirken mittlerweile ähnliche Fehlentwicklungen wie in unserer Gesellschaft."


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