schwerin Owschlagerinnen am Ende ihrer Kräfte angelangt

Von hob | 22.04.2013, 03:59 Uhr

Beim TSV Owschlag sehnt man sich das Saisonende in der 3.

Handball-Liga der Frauen herbei. "Die Spielerinnen sind körperlich und geistig müde", berichtet Rainer Peetz. Und das erkläre auch die beiden jüngsten Niederlagen, so der TSV-Coach weiter. Eine Woche nach dem 32:34 in eigener Halle gegen den MTV Altlandsberg gab es am Samstag nun ein 28:33 (14:21) beim SV Grün-Weiß Schwerin. "Für Siege müssen alle im Team auf einem Toplevel spielen. Aber dazu sind wir derzeit nicht in der Lage. Die Saison war lang und Kräfte zehrend, so dass wir nicht unser Potenzial abrufen können." Peetz konnte der Pleite in Schwerin dennoch eine positive Seite abgewinnen. "Das wertet unser bisher Geleistetes doch nur auf."

Dass es für sein Team in Schwerin nichts zu holen geben würde, deutete sich schon früh an. Nach nur vier Minuten hieß es bereits 4:0 für die Gastgeberinnen. "Wir haben überhaupt nicht in die Partie gefunden", resümierte Peetz, der neben vielen "leichten Fehlern im Angriff" eine "unglücklich agierende" Linda Kühl im Owschlager Tor sah. An vielen Würfen war Kühl dran, konnte den Ball aber nicht am Überschreiten der Torlinie hindern. Auch Nane Sibbersen und später Johanna Wichelmann erging es nicht besser. "Das Zusammenspiel zwischen Torhüterin und Abwehr habe ich bei meiner Mannschaft schon besser gesehen", so Peetz. Doch der Owschlager Coach registrierte nicht nur Negatives. "Immer, wenn wir unser Laufspiel aufgezogen haben, waren wir erfolgreich." Durch Kreuzbewegungen im Rückraum provozierten die Gäste Lücken in der Schweriner Deckung, die vor allem Kreisläuferin Anita Evert eindrucksvoll nutzte. Mit neun Toren bei neun Versuchen war sie die auffälligste Akteurin im Owschlager Trikot. Auch dass sich sein Team nach einem 6:14-Rückstand (18.) nicht gänzlich abschlachten ließ, imponierte Peetz. "Da haben die Spielerinnen Moral gezeigt, obwohl es nicht einfach ist, sich nach so einem Rückstand noch einmal aufzuraffen." Und die Gäste konnten die zweite Halbzeit mit 14:12 für sich entscheiden. Eine echte Siegchance hatten die Owschlagerinnen aber zu keinem Zeitpunkt. Peetz: "Dafür war Schwerin zu gut. Uns fehlte einfach die Frische, um so einem Gegner auf Augenhöhe begegnen zu können."TSV Owschlag: Kühl, Sibbersen, Wichelmann - Ewert (9), Trceziok (2), Stolley (4), Rohwer (1), Steffek (1), Gümmer (1), Voss (2), Peters (2/1), Küppers, Zadow (2), Feldstedt (4).