Eckernförde Maritime Fünfkämpfer auf der Suche nach Verstärkung

Von sg | 19.04.2018, 06:00 Uhr

Sportfördergruppe der Bundeswehr in Eckernförde richtet auch 2018 als Saisonhöhepunkt wieder den Open European Cup aus

Während viele Hobbysportler mit den ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres ihre Laufschuhe wieder rausholen und ihre ersten Kilometer drehen, haben die Maritimen Fünfkämpfer aus Eckernförde schon einige harte Einheiten hinter sich. Trainer Matthias Wesemann hat seine Mannschaft sogar schon zu zwei Trainingslagern gebeten. Einmal in den Schnee von Oberhof und zuletzt in das trockene Wüstenklima von New Mexico auf den Militärstützpunkt Holloman in den USA. „Grundlagenfestigung“, erklärt Wesemann, sei aktuell für sein Team angesagt. Dieses steht vor einer ereignisreichen Saison und sucht dringend nach Unterstützung. „Es sind aktuell nur fünf von elf möglichen Plätzen im Kader belegt. Weitere Bewerbungen wären daher natürlich fantastisch“, sagt Wesemann.

Die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Eckernförde blickt auf sehr erfolgreiche Jahre zurück. Damit es so auch in Zukunft bleibt, möchte der fünffache Einzel-Weltmeister Wesemann gerne neue Sportler gewinnen. Vor allem Quereinsteiger aus dem Fünf- oder Zehnkampf, Turnen, Schwimmen oder Triathlon bieten sich an. Allerdings sollte nicht unterschätzt werden, was Maritime Fünfkämpfer leisten müssen. Die meisten Bewerber erweisen sich am Ende nicht als tauglich. „Wir betreiben Spitzensport“, stellt Wesemann fest. Von daher kann und soll er sich mit seinen Schützlingen innerhalb der Bundeswehr einzig und allein auf den Sport konzentrieren, der neben dem harten Training aber auch spannende Reisen und Erlebnisse bietet. Wer sich jetzt bewirbt und den Leistungstest besteht, hat sogar noch gute Chancen 2019 an den Military World Games – die Olympischen Spiele der Militärsportler – in China teilzunehmen. „Es sind tolle Erfahrungen, die wir erleben dürfen“, sagt Wesemann.

Und auch in diesem Jahr kommen wieder ein paar dazu, der Terminkalender ist gut gefüllt. Einem Trainingswettkampf in Schweden folgt die sportwissenschaftliche Untersuchung der fünf Athleten, bevor es am 2. Juni in Spanien den ersten Wettkampf gibt. Wie immer in den Disziplinen Hindernisbahn, Lebenrettungsschwimmen, Hindernisschwimmen, Seemannschaftswettbewerb sowie amphibischer Geländelauf. Mitte Juni folgt dann der zweite Besuch der chinesischen Delegation. Neben den zehn Athleten treten auch ein paar Offizielle des chinesischen Militärs die vierwöchige Eckernförde-Reise an. Die Gäste werden in dieser Zeit von Wesemann trainiert. Auch 2017 waren die Chinesen zu Gast und nahmen überraschend erfolgreich am Open European Cup teil, der auch dieses Jahr wieder in Eckernförde und Kiel ausgetragen wird. „Das wird unser Saisonhöhepunkt“, sagt Wesemann, der sich wünscht, dass sein Spitzen-Athlet Giacomo Gellert die Form aus dem Vorjahr, trotz intensiven Studiums, annährend halten kann. Für Domenique Bogs, Hieu Tan Mach, Philipp Kühn und Bjarne Sörensen ginge es vor allem darum, „Stabilität und Konstanz“ in die Ergebnisse zu bekommen. Wesemann traut ihnen aber allen eine Leistungssteigerung zu.

Der Open European Cup wird vom 29. Juni bis 7. Juli ausgetragen. Bis zu zehn Länder könnten an den Start gehen, denn Ecuador, Südafrika, Brasilien, Polen, Finnland, Schweden, Dänemark, Spanien und China haben eine Einladung erhalten.

Wesemann wird in diesem Jahr genau hinsehen, wer seine Leistung bringt. 2019 bei den World Games in China hat die Deutsche Equipe nur einen Auftrag: „Wir wollen den Titel holen. Ein anderes Ziel kann es für uns nicht geben“, wird Wesemann bei den Ansprüchen deutlich. Vielleicht stellt Deutschland nach drei Jahren ohne weibliche Sportler, dann auch wieder ein Frauenteam. Zwei interessante Bewerbungen liegen dem Trainer der Sportfördergruppe vor. Über weitere würde sich Wesemann freuen.

● Die Maritimen Fünfkämpfer sind auf dem Stützpunkt in Eckernförde (Am Ort) untergebracht. Trainer und Teamkapitän ist Matthias Wesemann.

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