Berlin/Nübbel Felix Behrendt zum Fünften

Von lz | 20.06.2012, 03:59 Uhr

Deutsche Junioren-Karatemeisterschaft: Nübbeler Karateka erneut ganz oben auf dem Siegerpodest / Erfreuliche Gesamtbilanz des SSV

Aber nicht nur Behrendt zog die Aufmerksamkeit auf sich. In der Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm war auch Vereinskamerad Robin Endricat am Start und legte in den Vorrunde eine Topleistung hin. Seine Gegner aus Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern hatte keine Chance. Im Halbfinale sahen die Kräfteverhältnisse schon anders aus, denn mit Denis Laschitzky aus Gummersbach hatte einen Gegner vor der Brust, der vom Deutschen Karateverband (DKV) gesetzt war. "Robin war anzusehen, dass er endlich eine Platzierung bei einer Deutschen Meisterschaft erringen wollte", erklärte Axel Behrendt. Und in einem von beiden Seiten vorsichtig agierenden Kampf konnte schließlich keiner eine Wertung erzielen, so dass die Kampfrichter über Sieg und Niederlage entscheiden mussten. Mit drei zu zwei Kampfrichterstimmen wurde Endricat zum Sieger erklärt. Der Traum vom Finale war für den Nübbbeler somit wahr geworden.

Dort wollte natürlich auch Felix Behrendt hin, der in der Parallelgruppe antrat und sich gegen seine Kontrahenten ebenfalls souverän durchsetzte. Wie schon Laschitzky war auch Behrendt vom DKV gesetzt und im Halbfinale musste er Konstantin Sidlovski aus Bergisch-Gladbach aus dem Weg räumen. Wie schon im ersten Semifinale schien es auf ein Unentschieden hinauszulaufen, aber der Nübbeler wollte es nicht auf die Kampfrichterentscheidung ankommen lassen und setzte alles auf eine Karte. Letztendlich brachte eine tolle Fausttechnik den 1:0-Erfolg und das "Nübbeler Traumfinale" war perfekt. In diesem vereinsinternen Duell war Behrendt eine Nummer zu groß für Robin Endricat und die fünfte Deutsche Meisterschaft für Felix Behrendt war geschafft. In der Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm startete Thorben Behrendt. Leider kam schon in der Vorrunde das Aus. Aber allein die Nominierung zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften war für ihn ein Erfolg. Im anschließend ausgetragenen Team-Wettbewerb musste sich der SSV Nübbel mit Robin Endricat sowie Felix und Thorben Behrendt nur knapp dem späteren Titelträger aus Rheinland-Pfalz geschlagen geben. In der "kleinen Finalrunde" gab es dann eine erneut unglückliche Niederlage gegen das Team aus Ravensburg (Baden-Würtemberg), so dass am Ende ein guter fünfter Platz zu Buche stand. In der Gewichtsklasse bis 45 Kilogramm startete Mattis Pütz bei den 14- und 15-Jährigen, verlor aber in der Vorrunde gegen den späteren Deutschen Meister, David Kuhn aus Kassel. In der Trostrunde konnte er einen beachtlichen siebten Platz erreichen.

Bei den 14- und 15-jährigen Mädchen hatte der SSV Nübbel mit Nele Mielke und Freya Christiansen zwei heiße Eisen im Feuer. Für Christiansen (Klasse über 54 Kg) verlief die Vorrunde äußerst unglücklich. Der Sprung ins Halbfinale blieb ihr an diesem Tage leider verwehrt. Für Mielke (Klasse bis 47 Kg) lief es zunächst besser. Besonders ihre tollen Fußtechniken brachten sie ins Halbfinale. In einem hockarätigen Kampf unterlag sie der späteren Deutschen Meisterin Jacqueline Schweichert (Nordrhein-Westfalen) hauchdünn mit 7:8. Im Duell um Platz drei aber sicherte sich Mielke nach einem ungefährdeten 4:1 über die Freudenstädterin Milena Schmiederer einen Platz auf dem Treppchen.

Aus Schleswig-Holsteiner Sicht erreichte Kira Kapteina aus Gettorf noch einen tollen fünften Platz bei den Junioren über 59 Kg und rundete damit das Gesamtergebnis mit jeweils einer Gold- Silber- und Bronzemedaille sowie zwei fünften und einem siebten Platz ab.