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Handball-Kreisoberliga Mitte Frauen : Wattenbek II kommt näher

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Spitzenreiter HSG WaBo hat nun nur noch einen Punkt Vorsprung.

Der Vorsprung ist geschmolzen: Weil die HSG WaBo 2011 im Topspiel der Frauenhandball-Kreisoberliga beim Tabellenvierten HSG 91 Nortorf über ein 21:21 nicht hinauskam, ist der TSV Wattenbek II (28:20 beim SV Tungendorf) bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter herangerückt. Heftige Ausmaße nimmt derweil die fatale Minusserie der Bramstedter TS an. Das 15:28 gegen die HSG Horst/Kiebitzreihe war die zwölfte BT-Niederlage hintereinander.

HSG 91 Nortorf – HSG WaBo 21:21 (14:10). „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt“, freute sich HSG 91-Coach Mario Schlüter über den errungenen Punkt. Von Anfang an arbeitete seine Mannschaft aggressiv im Deckungsverband und spielte vorne geduldig die Chancen heraus (4:1/3.). Nach und nach fanden aber auch die Gäste zu ihrem Spiel und erkämpften sich den 7:8-Anschlusstreffer (17.). Doch erneut zogen ein paar halbherzige Minuten WaBo dahingehend den Zahn, um mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Kabine zu gehen. Mit dem Wiederanpfiff zeigten beide Mannschaften, wie sehr sie den Sieg wollten. Die Gäste starteten sofort ihre Aufholjagd, kamen erneut heran (14:15 aus Gästesicht/37.). Trotz einer erlittenen Knochenabsplitterung am Daumen bot Nortorfs Regisseurin Nele Reese den Wankendorferinnen weiterhin die Stirn (18:17/48.) und legte mit ihrer Mannschaft sogar noch eine Schippe drauf (20:17/52.). Aber auch WaBo ackerte bis zum Umfallen und drehte die Partie innerhalb von gut fünf Minuten auf 20:21 (57.), ehe die Einheimischen eine Minute vor dem Abpfiff mit dem finalen Ausgleich die Punkteteilung sicherten. „Wir haben in den letzten zwölf Minuten zu viele Möglichkeiten versiebt und müssen noch kaltschnäuziger vor dem Tor werden“, hatte Schlüter einen kleinen Kritikpunkt anzumerken. WaBo-Coach Tim Hildebrandt bilanzierte: „Letztlich war es dank unseres Kampfgeistes ein verdienter Punkt für uns. Meine Mannschaft gibt sich bei Rückständen niemals auf und zeigt, wenn es darauf ankommt, was in ihr steckt.“

HSG 91 Nortorf: Strebelow - Albrecht (4 Tore), Wittmaack, Wollny, Böhmfeldt (5), Clausen (2), Franck, K. Fock (1), Hildebrandt (4), Reese (5), Heutmann, Voss, N. Fock.

HSG WaBo 2011: Kanopka, Pendzig - Kölsch, Schultz (1 Siebenmeter), L. Henningsen, M. Henningsen (4), Knauft (9), Wegner (4/3), Harder (2), Heisch (1), Fümel, S. Henningsen, Bass.

Nächster Nortorf-Gegner: HSG Kremperheide/Münsterdorf II (A/Sonnabend, 6. Februar, 18 Uhr). – Nächster WaBo-Gegner: HSG Horst/Kiebitzreihe (H/Sonntag, 14. Februar, 16.30 Uhr).


SV Tungendorf – TSV Wattenbek II 20:28 (10:12). In der Anfangsphase fanden die Einheimischen stets die passende Antwort (5:5/9.). Es dauerte, bis sich die favorisierten Gäste nach ihrem holprigen Start gegen kämpferisch starke Tungendorferinnen befreien konnten. Auch wenn die Wattenbekerinnen die Führung ab der zehnten Minute (6:5 aus Gästesicht) nicht mehr aus der Hand gaben, machten sie sich selbst das Leben schwer. „Uns fehlten in der Abwehr die nötige Aggressivität und auch die Unterstützung für den Nebenmann. Ebenso ausbaufähig war unser Angriffsspiel mit zahlreichen technischen Fehlern und ausgelassenen Tormöglichkeiten“, erklärte Wattenbeks Akteurin Annika Born den knappen Vorsprung zur Pause. Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang trotz der deutlichen Kabinenansprache von Wattenbeks Trainerin Christina Thielsen zunächst nichts (16:13 aus Gästesicht/42.). Mit ihrer starken Leistung hielt SVT-Schlussfrau Julia Gallus ihre Farben weiter im Spiel. Die Gäste verdankten es insbesondere der Entschlossenheit von Kristina Rademacher im Angriff und den zahlreichen Paraden von Meike Röscheisen, dass sie ihre Führung nicht hergaben, sondern nach und nach – auf 25:17 (53.) – ausbauen konnten. „Wir wurden der vermeintlichen Favoritenrolle lange Zeit nicht gerecht“, meinte Born.

SV Tungendorf: Gallus, Säring, Jüngling - Beucker, Holm, La. Zastrow, Dose (1), Breitkopf (1), Köppen (1), Neumann (7), Henke (4), Ruzic (3), Riepen (3).

TSV Wattenbek II: Röscheisen - Schmidt (5/2), Meier-Mielke (1), Ruske (2), Rademacher (5), Petersen (3), Schulz (7/3), Born (4), Naber, Moorhardt, Homm (1).

Nächster SVT-Gegner: MTV Herzhorn II (A/Sonntag, 14. Februar, 18.30 Uhr). – Nächster Wattenbek II-Gegner: HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen IV (H/Sonntag, 14. Februar, 18.50 Uhr).

Bramstedter TS – HSG Horst/Kiebitzreihe 15:28 (6:15). Der erste BT-Treffer ließ fast zehn Minuten lang auf sich warten (1:6/10.), auch in der Folge wurde der Auftritt Bramstedts nicht wesentlich besser. Aus zu vielen leichtfertigen Ballverlusten resultierten insgesamt viel zu viele gegnerische Tempogegenstöße (5:12/24.). Zwar arbeiteten die Rolandstädterinnen nach ihren Fehlern zeitweise gut zurück und konnten sich auf ihre Torfrau Swantje Jantzen verlassen, aber durch die Masse an ersten Wellen wurden sie schlichtweg überrannt. Als die Gäste nach dem Wechsel mit einem 5:0-Lauf frühzeitig den Deckel draufpackten, zählten die Einheimischen neun torlose Minuten (von 7:15/33. auf 7:20/42.). „Auch wenn unsere eigene Fehlerquote ausschlaggebend war, kam erschwerend eine ungleiche Siebenmeterverteilung von 10:1 gegen uns hinzu“, ärgerte sich Jantzen.

Bramstedter TS: Jantzen - L. Maczeyzik (4), Poggensee (3), Blume, Mehrens, Ueck (1), Kay, Lapöhn (1), Kluge, Nehrmann, Knödler (4), S. Maczeyzik (2/1), Schmitt, Jahnke.

Nächster Gegner: SC Gut Heil Neumünster (A/Sonnabend, 13. Februar, 18.30 Uhr).

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