Sportfreunde Uetersen droht die Auflösung

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02. Februar 2013, 01:14 Uhr

Uetersen | Quo vadis Sportfreunde Uetersen? Im Jahr 2001 angetreten, um die Fußballwelt aufzumischen, droht dem Fußball-Klub zwölf Jahre später die Auflösung.

Auf der jüngst abgehaltenen Mitgliederversammlung fand sich kein Nachfolger für Ayhan Ayikli, der den Verein die vergangenen zwei Jahre als Vorsitzender geführt hatte. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, wird bei "Dostlukspor" nach Lösungen gesucht, die Löschung aus dem Vereinsregister irgendwie zu verhindern - doch das Ende ist nah.

Dabei wollten die Sportfreunde einst hoch hinaus. Nach dem Bezirksliga-Aufstieg 2006 hatte Ex-Boss Arif Ataman gar den Durchmarsch in die Oberliga geplant. Viel Getöse um nichts. Nach drei Jahren in der West-Staffel gings für die Sportfreunde 2009 wieder runter in die Kreisliga, 2011 dann in die Kreisklasse, wo der Verein 2001 mit großen Amibitionen angefangen hatte.

Im vergangenen Jahr folgte mit dem glücklichen Kreisliga-Aufstieg - Platz vier in der Kreisklasse 8 reichte - noch ein kurzes Aufbäumen, ehe die Sportfreunde im November 2012 ihr Team vom Spielbetrieb abmeldeten.

Weder Hakan Harmanci noch Vlado Bogner, die beiden letzten Trainer, waren in der Lage, den schleichenden Niedergang aufzuhalten. Kaum Spieler, eine schlechte Trainingsbeteiligung, miese Ergebnisse. Nach dem happigen 0:12 gegen die SV Blankenese II am 4. November war vorzeitig Feierabend. Die Bilanz nach 13 Spielen in der Kreisliga 7: ein Sieg, ein Unentschieden, elf Niederlagen, Tabellenletzter. Die Zweite war bereits 2010 aufgelöst worden.

Die zuletzt eingeleiteten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, sehr zum Leidwesen von Aykili: "Ich bedauere diesen Schritt, da wir gerade in den vergangenen beiden Jahren sehr viel Kraft, Zeit und Herzblut in den Verein investiert haben."

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