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Lokaler Sport

18. Oktober 2017 | 20:50 Uhr

Sorgen in der Seestermüher Marsch

vom

Kreisliga: TSV-Trainer Andreas Hermeling plagen Verletzungsnöte / Gencler Birligi zurück in Staffel 8 / Heidgrabener SV wieder da

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Elmshorn | Am Wochenende beginnt die neue Punktspielrunde 2013/14. Sechs hiesige Fußball-Teams sind in der Kreisliga 8 am Start.

Gencler Birligi: Nach Platz 7 in der Kreisliga 7 spielt Gencler Birligi in der kommenden Serie in Staffel 8. Bis auf Christian Pätzel, Oscar Hildermann und Selim Saribal (Stand by) sind alle geblieben, auch Goalgetter Sercan Meric. Der Kader wurde mit zehn Neuzugängen verstärkt. GB-Präsident Mehmet Karakavak: "Es könnte ein Platz im vorderen Drittel herausspringen."

TSV Seestermüher Marsch:

Trainer Andreas Hermeling ist nach wie vor sauer auf den Hamburger Fußball-Verband und dessen Weigerung, nach der langen Winterpause die Saison zu verlängern. "Die Belastung für die Spieler war in den letzten Wochen der alten Saison einfach zu viel, zahlreiche Verletzungen die Folge." An diesen Verletzungen laborieren viele noch heute. So zum Beispiel Domenic Buthmann (Knie) und Martin Piening (Ermüdungsbruch im Fuß).

"Die werden sicherlich erst im Winter wieder voll einsatzfähig sein", so Hermeling, der die Einstellung einiger Spieler moniert: "Die Jungs können wirklich guten Fußball spielen, das haben sie im letzten Jahr oft genug bewiesen. Wenn ich dann aber mit nur sechs Spielern an einem Dienstagabend auf dem Trainingsplatz stehe oder urlaubsbedingte Abmeldungen kurzfristig per SMS bekomme, dann verstehe ich die Welt nicht mehr."

Heidgrabener SV: "Unser Ziel ist der Klassenerhalt - wir wollen von Anfang an gar nicht erst da unten reinrutschen", gibt Trainer Ove Hinrichsen die Marschroute nach dem Wiederaufstieg aus und strebt dabei die Tabellenplätze neun bis elf an.

Große Neuerungen sucht man beim "kleinen HSV" vergebens. "Bereits im letzten Jahr hat sich bei uns viel getan, davon zehren wir noch heute", so Hinrichsen, der das Kreisklassen-Jahr rückblickend als "heilsam" für seine junge Truppe ansieht: "Das hat uns Zeit gegeben, uns weiterzuentwickeln, Erfahrungen und Spielpraxis zu gewinnen - in der Kreisliga währen wir da untergegangen."

Die Statistik der letzten Saison kann sich sehen lassen: 19 von 22 Akteuren trugen sich in die Torjägerliste ein. Neu hinzugekommen sind der Ex-Verbandsligaspieler Daniel Burmeister und Malte Willms aus der A-Jugend des FC Elmshorn. In der Saisonvorbereitung hatte Hinrichsen mit der urlaubsbedingten Abwesenheit zahlreicher Spieler zu kämpfen. Hinrichsen: "Dafür jedoch muss man in unserer Spielklasse Verständnis haben. Immerhin haben wir viele junge Spieler - Schüler, Auszubildende und Studenten - in unseren Reihen. Und die haben nun mal nur im Sommer Zeit zu verreisen."

SV Hörnerkirchen: In der Sommerpause hat sich beim SV Hörnerkirchen ein Generationswechsel vollzogen. Gleich zehn ehemalige A-Jugend-Spieler verstärken den auf 26 Mann angewachsenen Kader, sind dem neuen Trainer Jens Fleischer dafür aber bereits bestens bekannt.

Fleischer coacht den nun erwachsen gewordenen 1994er-Jahrgang bereits seit zehn Jahren. Nun ist es seine Aufgabe als Ligatrainer, seine ehemaligen Jugendspieler mit den gestandenen Herrenspielern zu einer Einheit zu verschweißen. "Einige Jugendspieler haben bereits im letzten Jahr im Herrenbereich ausgeholfen. Da auch schon gemeinsame Aktivitäten stattgefunden haben, sind die Neuen schon ziemlich gut in den Kader integriert", so Fleischer, dessen Ziel der Klassenerhalt ist: "Wir werden ganz klar gegen den Abstieg spielen und es wird sicherlich schwierig, dieses Ziel in dieser starken Staffel zu erreichen." In der Vorsaison, damals noch unter Udo Strauer, wurde bis zuletzt gezittert. Nur der Last-Minute-Rückzug des TSV Holm II rettete "Höki".

SV Lieth II: "Wir sind mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Da wir einen eingespielten Kader haben, ist in der neuen Serie noch viel Luft nach oben." Sagt Trainer Nils Hammermann, dessen Team in der abgelaufenen Serie Platz fünf belegte. Zusammen mit der Dritten, die vom Verband in die Kreisklasse 1 eingeteilt wurde, bildet die Klein Nordender Zweite eine Trainingsgemeinschaft. Co-Trainer ist weiterhin Marten Feyerabend. Als Spieler-Trainer konnte Christian Illic gewonnen werden. 40 Mann umfasst der Gesamtkader.

SSV Rantzau II: Trainer Patrick Kinastowski hat nur ein Ziel - den Nichtabstieg. Mit Matthias Tuleweit, Jan-Niklas Rohr und Kevin-Joel Gibau verlor die Rantzauer Zweite im Winter drei ihrer wichtigsten Spieler. Umso glücklicher ist "Kini" über die zahlreichen Zugänge im 28-Mann-Kader. Davon gibt es gleich elf an der Zahl, wenngleich mit den beiden Ex-Hemdingern Florian Hermenau und Nico Münster sowie Frederik Pohl (VfR Horst) und Kevin Bostelmann vom benachbarten Voßlocher SV "nur" vier Akteure wirklich neu sind. Alle anderen stammen aus der eigenen Nachwuchsschmiede, der Ersten oder Dritten.

Kinastowski: "Wir wollen uns langfristig in der Kreisliga etablieren. Dafür gilt es, sich schnell zu finden und die eigene Leistung abzurufen. Ein Platz im Tabellenmittelfeld könnte dabei drin sein. Aber nur, wenn alle an ihre Grenzen gehen."

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