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Sieg und Niederlage für nordfriesische Teams : SH-Liga: Für Bredstedt geht es aufwärts – Mildstedter Serie reißt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wichtiger Sieg: Die Handballer des Bredstedter TSV gewannen beim ATSV Stockelsdorf mit 25:23 und sind nicht mehr Tabellenletzte. Der TSV Mildstedt kassierte bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg eine 25:35-Niederlage.

Der Bredstedter TSV ist in der Handball-SH-Liga der Männer nicht mehr das Schlusslicht. Mit dem 25:23-Sieg beim ATSV Stockelsdorf rückte das Team von Trainer Ralf Johannsen auf Rang neun vor. Stockelsdorf ist nun nach Alt Duvenstedt der zweite Konkurrent im Abstiegskampf, gegen den die Nordfriesen im direkten Vergleich besser dastehen. Für den TSV Mildstedt endete hingegen eine Serie: Nachdem die Mannschaft von Trainer Thorsten Schella sechs Mal ungeschlagen geblieben war, gab es nun in Schülp/Westerrönfeld eine schmerzhafte 25:35-Schlappe.


ATSV Stockelsdorf – Bredstedter TSV 23:25 (12:16)
Die Gastgeber fanden den besseren Einstieg ins Spiel, während Bredstedt im Angriff etwas fahrlässig agierte. Doch die Nordfriesen verteidigten von Beginn an das Tor von Alexander Görtzen gut und variabel, insbesondere bremsten sie den wurfgewaltigen ATSV-Linkshänder Finn Schäfer ein. Über Ballgewinne und erweiterte Gegenstößen sowie erfolgreiche Solo-Aktionen von Ilgner und Petersen gelang nach dem 1:3-Rückstand eine 7:4-Führung, die bis zur Pause noch um ein Tor ausgebaut wurde. Drei Zeitstrafen sowie Verletzungen von Böhmer und Ilgner brachten die Gäste vorübergehend aus dem Takt, Stockelsdorf verkürzte auf 16:18. In der Abwehr agierte Bredstedt weiter aufopferungsvoll und clever, vorn allerdings gab es überhastete Würfe und verpasste Konterchancen. Dann kam Ilgner zurück, Lasse Sörensen steigerte sich und die Nordfriesen zogen auf 23:18 davon. Zeitstrafen gegen Innenblockspieler Görtzen sowie kurze Deckung gegen Petersen und Ilgner sorgten gegen Ende erneut für Hektik, bevor die erlösenden Treffer von Hensen und Sörensen den verdienten Sieg sicherten. „Wir haben eine sehr starke Abwehrleistung gezeigt. Diese hat die vielen leichten Fehler im Angriff kompensiert“, sagte Trainer Ralf Johannsen. „Insgesamt waren wir besser und sind nur durch die Zeitstrafen in Schwierigkeiten gekommen. Stockelsdorf erlebt jetzt das, was wir vor Weihnachten durchstehen mussten. Damit muss man umgehen können und weitermachen“, erinnerte Johannsen an das Bredstedter Verletzungspech. Mit 5:3 Punkten aus vier Rückrundenspielen stehe man gut da: „Das lässt uns den Abstiegskampf zuversichtlich angehen. Wir sind endlich nicht mehr Letzter, müssen aber weiter konzentriert sein und unser Spiel verbessern“, mahnte der BTSV-Coach.


Stockelsdorf: Kortkamp, Rath - Thiesen (3), Klusmann (4), F. Schäfer (3/2), Henka, S. Schäfer (2), Hunger (1), Weiss, Kasza (3), Dohse, Freitag (2), Grotzky (5), Kotzner.
Bredstedt: A. Görtzen, Hansen (n.e.), Schröter (n.e.) - M. Görtzen (3), Hensen (1), Kordtomeikel (4), Ilgner (5), Kotzan, Th. Petersen (4), Böhmer, Sörensen (8/3), Heß (n.e.).

HSG Schülp/Westerrönfeld – TSV Mildstedt 35:25 (17:11)
Nun hat es auch die Mildstedter erwischt. In Westerrönfeld gerieten die Nordfriesen schnell ins Hintertreffen. „Bis auf unser kurzes Aufbäumen in der zweiten Halbzeit muss man neidlos anerkennen, dass Schülp den wesentlich besseren Tag erwischt hatte. Bei uns lief kaum etwas zusammen – weder in der Abwehr noch im Angriff“, sagte Trainer Thorsten Schella, der sein Team nach einer 2:0-Führung einem Dauerfeuer der Hausherren ausgesetzt sah. Mit schnellen Angriffen und einer sattelfesten Abwehr zeigte die HSG all das, was Mildstedt diesmal nicht einbringen konnte. Im Angriff wurden die leichtesten Bälle hergeschenkt und in der Abwehr nicht richtig zugepackt. Da war es erstaunlich, dass die Gäste überhaupt noch bis auf 11:17 zur Halbzeit dran blieben. Nach dem Wechsel kam Mildstedt sogar auf vier Tore (17:21) heran, doch das blieb ein Strohfeuer, dem wieder etliche technische Fehler folgten, die Schülp souverän ausnutzte. „Nach den vielen guten Spielen zuvor gestehe ich meinen Jungs auch mal ein schlechtes Spiel zu“, zeigte sich Schella nachsichtig.


HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Henningsen (1. – 45.), Trziak (45. – 60.), Tietjens – Seehase, Pieper (8/4), Cardis (7), Woldt (4), Ranft (4), Petriesas (3), Walder (3), J. Hartwig (2), Kohnagel (2), Bünger (1), Sawitzki (1).

Mildstedt: Tetens, Wuggazer – Esters (4), Flick(1), Lorenzen (5), Sell, Petersen (4), Jess (3), Hansen (8), Bendsen (1), Lange.

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erstellt am 02.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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