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Handball-Oberliga HH/SH Männer : SG Wift: Dem Frust folgt die Freude

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner sind nach geglückter Revanche beim AMTV Hamburg wieder Zweiter.

Erster Verfolger des Spitzenreiters HSV Hamburg II ist nun wieder die SG Wift. Neumünsters Männerhandball-Oberligist setzte sich beim abstiegsbedrohten AMTV Hamburg mit 36:31 (17:18) durch, stockte sein Konto auf 24:8 Punkte auf und profitierte von der 20:27-Pleite des bisherigen Zweiten FC St. Pauli (jetzt 23:9 Zähler) beim TuS Esingen. Ferner revanchierten sich die Blau-Weißen für die 25:30-Hinspielschmach gegen den AMTV.

Die Schwalestädter starteten schlecht, was sich aber vorerst nicht auf der Ergebnistafel widerspiegelte (4:4). Die 6:0-Abwehr stand undiszipliniert und ließ den Altrahlstedter MTV von den Außenpositionen zum Wurf kommen. „Wir haben die Räume nicht vernünftig zugeschoben und dadurch neun der ersten 14 Gegentoren über die Außen bekommen. Das war frustrierend“, beschrieb Wift-Coach Peter Bente die Vielzahl der einfachen gegnerischen Torerfolge infolge der Kombination aus Defensivschwächen und fehlendem Rückhalt. „Das Problem war, dass weder in der Abwehr richtig auf Außen gedeckt wurde, noch standen die Torhüter gegen die Würfe von den Außenbahnen vernünftig“, ärgerte sich der Wift-Coach. Auf Grund einer zwischenzeitlichen Schwächephase, in der außer den Haupttorschützen Tommy Fängler (elf Treffer) und Reiner Kobs (vier Feldtore und sechs verwandelte Strafwürfe) kein Akteur der SG Wift wirklich sicher im Umgang mit dem haftmittelfreien Spielgerät war, enteilten die Gastgeber und setzten sich auf fünf Treffer ab (14:9/20.). Bis dahin schaute sich Peter Bente das Ganze an, bis er sich frühzeitig dazu entschied, auf der Torwartposition zu reagieren. „Wenn du so viele Treffer von den Außen kassierst, musst du mit den verschiedenen Schlussleuten experimentieren“, erklärte er. Für Erik Quednau kam in der 20. Minute Oliver Titze, aber auch der Youngster konnte das Spiel der Gäste in den folgenden Minuten nicht stabilisieren. Also reizte Peter Bente sein Torhüterkontingent bereits vor Pause aus und setzte in der 26. Minute die letzte Hoffnung in André Hoffmann – und Letzterer zündete. Bis zur Pause erzielten die Gäste den erneuten Anschlusstreffer, lagen nach den ersten 30 Minuten nur mit 17:18 hinten.

Nach dem Wiederbeginn kam Wift wacher aus der Kabine und gestaltete das Spiel offen (22:22/39.). Der Knoten bei den Neumünsteranern platzte aber erst, nachdem der AMTV mit drei Treffern in Führung gegangen war. „Dann hatten wir einen Hype“, fasste Peter Bente mit wenigen Worten den anschließenden 10:0-Lauf (!) seiner Mannschaft zusammen (von 22:25/42. auf 32:25/55.). Damit drehten die Gäste die Partie gänzlich. „Wir wurden in der Defensive beweglicher, fingen Pässe ab. Außerdem brachte Hoffmann einige Bälle zurück, wodurch wir die Möglichkeit zu leichten Torerfolgen aus der ersten Welle bekamen“, schilderte der SG-Coach die Gründe für die Wende. In den Schlussminuten musste der AMTV aufmachen und spielte in der verbliebenen Zeit mit einer offenen Manndeckung. Aber die SG Wift agierte zu konzentriert, um sich den Sieg noch streitig machen zu lassen, und brachte die zwei Punkte am Ende ungefährdet über die Zeit. „Letztlich kehrten wir doch noch zum ansehnlichen Handball zurück. Der Gegner wurde müde und bei uns lief der Ball schnell und sicher durch“, resümierte der Gäste-Coach erleichtert.

SG Wift: Titze, Quednau, Hoffmann - Plöhn (3 Tore), Kobs (10/davon 6 Siebenmeter), Fängler (11), Kreft (4), Schmidtke, Lehmann (1), Binnewies, Henrich (5), L. Bente (2/1).

SR: Dieckmann/Drews (Sandesneben). – Zuschauer: 180. – Nächster Gegner: SG Hamburg-Nord (H/Sonnabend, 6. Februar, 19 Uhr).

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