Nach Spielabsage gegen Wetzlar : SG Flensburg-Handewitt will schnell zurück in den Rhythmus finden

Dynamischer Angreifer: Rasmus Lauge will morgen mit der SG in Aalborg gewinnen. Die Gerüchte um seine Zukunft ab Sommer 2019 beschäftigten zuletzt die Mannschaft.
Dynamischer Angreifer: Rasmus Lauge will morgen mit der SG in Aalborg gewinnen. Die Gerüchte um seine Zukunft ab Sommer 2019 beschäftigten zuletzt die Mannschaft.

Die SG-Handballer müssen zum Abschluss der Gruppenphase in der Champions League nach Aalborg.

shz.de von
04. März 2018, 13:05 Uhr

Die Absage der Partie gegen die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga hat den komplexen Terminplan der SG Flensburg-Handewitt empfindlich gestört. Statt eines Spiels, in dem Höchstleistung gefordert gewesen wäre, konnte Trainer Maik Machulla seiner Mannschaft am Donnerstag nur eine Übungseinheit anbieten. Beim lange geplanten freien Freitag beließ er es. Vor dem letzten Gruppenspiel in der Champions League am Sonntag um 16.50 Uhr (live auf Sky) in Aalborg soll nicht noch mehr Unruhe in die gewohnten Abläufe kommen – die SG will schnell wieder ihren Rhythmus finden.

„Man baut Anspannung auf, freut sich auf das Spiel, alles ist vorbereitet – dann kommt die Absage, eine blöde Situation. Im Training war die Konzentration total weg“, sagte Machulla, der aber die Absage für richtig hält. „Wahrscheinlich hätten wir vor 500 Leuten gespielt – das wäre kein würdiger Rahmen gewesen. Er ist froh, dass die Partie bereits am kommenden Donnerstag (19 Uhr) nachgeholt wird: „Wären sechs Wochen dazwischen, könnte man mit der ganzen Vorbereitung bei null anfangen.“

In Aalborg ist nichts weniger als ein Sieg das Ziel, obwohl alles dafür spricht, dass die SG auch bei jedem anderen Ergebnis Dritte der Gruppe B bleibt. Weder ist mit einer Niederlage des Gruppenzweiten Veszprem gegen Celje zu rechnen, noch mit einem Sieg des Vierten THW Kiel in Paris. „Wir wollen das in eigener Hand behalten“, sagt Machulla. Das Hinspiel hatte die SG mit 30:27 gegen Aalborg gewonnen und sich dabei sehr schwer getan. Obwohl es für die Gastgeber um nichts mehr geht, rechnet der SG-Coach mit heftigem Widerstand: „Wenn Dänen auf unsere dänischen Nationalspieler treffen, sind sie immer extra motiviert.“

Im Hinspiel stellten Aalborgs isländischer Spielmacher Janus Smarason und eine sehr kompakte Abwehr der Dänen die SG vor Probleme. „Wir selbst standen zu weit auseinander und haben nicht gut verteidigt“, nannte Machulla die Punkte, an denen es anzusetzen gilt. Zudem stellt er seine Abwehr auf den von Aalborg häufig genutzten siebten Feldspieler ein – und auf den künftigen SG-Kreisläufer Simon Hald, der in dieser CL-Saison schon einige beeindruckende Auftritte hatte. Die SG, die von 200 Schlachtenbummlern begleitet wird, kann wieder auf Simon Jeppsson zurückgreifen. Jacob Heinl fällt weiter aus.

Auch an der SG-Mannschaft sind die Gerüchte um Rasmus Lauge nicht spurlos vorbeigegangen. Ein Wechsel des dänischen Spielmachers zu Telekom Veszprem im Sommer 2019 ist im Gespräch. „Klar, die Spieler reagieren darauf und fragen“, sagte Machulla. Allzu große Aufregung registrierte er indes nicht. „Alle sind Profis, das gehört inzwischen zum Business.“ Man müsse abwarten, was sich entwickelt. „Unsere Spieler sind bei anderen Spitzenvereinen nun mal begehrt und wir können nicht mit jedem Angebot mithalten. Wir hatten die Diskussionen um Hampus Wanne, Holger Glandorf wurde von Barcelona umworben. So etwas wird uns immer begleiten“, meinte Machulla.

Lauge selbst sprach von einem „verlockenden Angebot“, aber noch sei nichts entschieden und genügend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Sowieso sei mitentscheidend, was seine vier Monate alte Tochter dazu sage, meinte Lauge augenzwinkernd.

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