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Lokaler Sport

22. Oktober 2017 | 09:13 Uhr

Horster Pferdetage : Schnelle Marschbauern

vom

Kollmar-Quarett holt Team-Sieg. Thomas Konle gewinnt M**-Springen mit Siegerrunde.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 09:06 Uhr

Horst | Erfolg auf ganzer Linie für den Reiterverein Kollmar: An allen vier Turniertagen waren die Starterlisten für die Horster Pferdetage prall gefüllt, das Wetter spielte im Gegensatz zum Vorjahr blendend mit, es gab keine Reitunfälle zu beklagen und die Organisation klappte reibungslos. Zudem sorgten die vielen Pferde- und Ponyreiter für guten Sport. Deshalb konnte der RV-Vorsitzende Karl-Ernst Kruse-Soenke als Leiter der Veranstaltung auch guten Gewissens sagen: "Alles war super."

Zu den Höhepunkten des Turniers mit 43 Prüfungen zählte das M**-Springen mit Siegerrunde. Daran beteiligten sich 28 Paare. Acht von ihnen blieben im Umlauf fehlerfrei und schafften so den Sprung in das Finale. Die Siegerrunde beherrschte Thomas Konle (RFV Elmshorn) Dem Bereiter des Holsteiner Verbandes gelang auf Chin Champ ein Nuller in der Zeit von 31,88 Sekunden. Dieser am nächsten kamen mit ebenfalls fehlerfreien Ritten Isabell Zielke auf Queenly Choice (35,88 Sekunden) und Philipp Schulze auf Vienetta (40,47). Die übrigen fünf Reiter, Jörg Sievertsen, Daniel Ostendorf, Jakob Kock-Evers, Hansjörg Böhner und Michael Meinig, erlaubten sich jeweils einen Abwurf.

Traditionell widmete einen ganzen Tag lang dem Reiternachwuchs und den jungen Talenten. Auch diesmal saßen am so genannten Ponytag zahlreiche Kinder und Jugendliche im Sattel, die zum Teil erstmals Turnierluft schnupperten. Nicht alle hatten den gewünschten Erfolg, aber es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und wenn es dann eine Schleife gab, war den Jungen und Mädchen schon anzusehen, dass sie vor Stolz platzten.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Ponytages hatte das abschließende Mannschaftsspringen der Klasse E, für das zwölf Teams - zum Teil aus verschiedenen Reitvereinen und Ställen zusammengesetzt - genannt hatten. Mit seiner Bemerkung, das Mannschaftsspringen sei "eine mit viel Stimmung und Emotionen verbundene Attraktion", traf Platzsprecher Alf Bartholomäus den Nagel auf den Kopf: Was die 51 Paare, aufgeteilt in vier Gruppen, dem Publikum boten, war sowohl von den Bildern als auch vom sportlichen Niveau her von hohem Unterhaltungswert. 32 blieben ohne Abwurf.

Zu denen, die einen Null-Fehler-Ritt zu Stande brachten, gehörten auch alle Reiter der "Kollmaraner Marschbauern", die letztlich knapp vor dem RFV Elmshorn lagen. Am Ende waren Michelle Brammann, Cora Bartholomäus, Marisa Kersten und Maximilian Hernando 1,26 Sekunden schneller als die Konkurrenz aus der Nachbarstedt mit Susanne Welsch, Jennifer Piotraschke, Jill Madelaine Kandel und Lea Madeleine Steingräber. Das verleitete Alf Bartholomäus dann zu der wohl treffenden Aussage: "Die Marschbauern können nicht nur pflügen, sie können auch reiten."

Publikumsliebling innerhalb Prüfung war zweifellos Johanna Beckmann, die mit Windhoek’s Joysveen für "Forest Jump" ritt und dem Publikum als eine der Kleinsten und Jüngsten viel Spaß bereitete. Sie wurde von Alf Bartholomäus mit folgenden Worten angekündigt: "Meine Damen und Herren - Anschnallen, jetzt geht’s los!" Zu weit hergeholt war die Aussage nicht, denn Johanna Beckmann ließ ihrem Pony freien Lauf und bewältigte den Parcours bei fehlerfreiem Ritt in zweitschnellster Zeit (47,03 Sekunden). Geringfügig besser war nur Paula Luplow auf Pocahontas, die drei Hundertstelsekunden schneller ritt und ebenfalls ohne Abwurf blieb.

Nach dem Sieg der "Marschbauern" stellte deren Trainerin Martina Rehder fest, dass sie mit einem Sieg ihrer Mannschaft nicht gerechnet habe: "Hier sind immer viele Gute, und es ist schwer zu gewinnen." Doch letztlich sei auch ihr Team gut gewesen. Eine besondere Taktik hatte sie vor dem Start nicht ausgegeben: "Jeder gab Stulle und ist Alles oder Nichts’ geritten." Nur so sei es den Reitern vom RV Kollmar erstmalig gelungen, ein Mannschaftsspringen auf eigenem Platz zu gewinnen.

Als Mannschaftssieger trat auch der RFV Elmshorn hervor, der den Kombinierten Wettkampf für Reitabteilungen mit 57 Punkten knapp vor dem RV Geesthof (56,80) und dem RV Lutzhorn (54,70) gewann.

Erstmals im Programm der Horster Pferdetage waren Prüfungen des Schleswig-Holsteinischen Pony-Cups. Sowohl in der Stilspringprüfung Klasse A** als auch in der Springprüfung Klasse L spielten Marieke Reimers vom RuFV Nutteln eine gute Rolle: Sie belegte jeweils den zweiten Platz und musste sich in beiden Prüfungen lediglich Davina Nickel vom RFV Großenwiehe geschlagen geben.

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