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Rugby: Gelungenes Trainingscamp auch ohne Matsch

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erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Heidgraben | "Komm aufs Land - wir haben mehr Matsch!" So luden die Rugbyspieler des Heidgrabener SV die U 6-, U 8- und U 10-Spieler des FC St. Pauli zum ersten gemeinsamen Trainingscamp in Heidgraben ein. "Wir haben damit gerechnet, dass es regnen wird", erklärt Camp-Organisator Benoit Lemouchoux das flapsige Versprechen, das er nicht halten konnte. Denn die Sonne schien und es gab nur leichten Wind. Knapp 50 Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren waren der Einladung des kleinen HSV gefolgt: 20 aus dem Ort, der Rest aus der Hansestadt.

"Auch ohne Matsch war es ein sehr gelungenes Trainingscamp, bei dem unsere Kleinen mal erleben konnten, wie ein Spiel abläuft", sagt Lemouchoux. Er hatte im vergangenen August eine U 8-Mannschaft ins Leben gerufen und so dafür gesorgt, dass der Kreis Pinneberg auch auf der Rugby-Landkarte eingezeichnet wurde.

Seitdem hatten seine Spieler an einigen Turnieren teilgenommen, jetzt trainierten sie erstmals gemeinsam mit St. Pauli-Besuch in einem ganztägigen Trainingscamp in Heidgraben. "Wer einen Ball halten und laufen kann, der erfüllt die Grundvoraussetzungen für Rugby", erläutert der Franzose, der aus dem Speckgürtel von Paris stammt. "In Frankreich hat Rugby die gleiche Bedeutung im Kinder- und Jugendsport wie hier das Fußballspiel."

Da war es für den Hausmann klar, dass er seine Begeisterung für das Spiel mit dem ellipsenförmigen Ball auch mit seinen Kindern teilen will. Bevor der Geologe und dreifache Familienvater die ersten Trainingstermine in Heidgraben organisierte, hatte er erst einige Male bei St. Pauli beim Training zugesehen. "Erst wollte ich meine beiden Töchter und meinen Sohn da anmelden, aber die Fahrerei von Heidgraben ist zu aufwendig." So wurde aus einer Idee eine aktive Gruppe, die der Fußball-Abteilung zugeordnet ist.

"Beim Trainingscamp ging es uns vorrangig darum, den Kindern den Spaß am Spiel und die Bedeutung des Zusammenspiels zu vermitteln", erläutert Lemouchoux, der auch Trainer der HSV-Spieler ist. Die Heidgrabener und St. Paulianer wurden daher durchgemischt und auf unterschiedlichen Teams verteilt. Nachdem sie einzelne Spielelemente wie die Ballübergabe oder die Aufstellungen geübt hatten, spielten die Nachwuchs-Sportler ein paar Matches.

Und da zeigte sich, dass Lemouchoux mit seiner Aussage über die Grundvoraussetzungen für das körperbetonte Spiel Recht hatte. Denn Klein und Groß hatte sichtbar Spaß am Laufen, Werfen und Schubsen.

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