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Rot-weißes Wunder statt B-Klasse Steinburg

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Rot-Weiß Kiebitzreihe: Nach dem Durchmarsch startet RWK erstmals in der zweithöchsten Spielklasse Schleswig-Holsteins

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Kiebitzreihe | Rot-Weiß Kiebitzreihe in der Verbandsliga - wann hat es das zuletzt gegeben? Antwort: Noch nie! Noch nie zuvor hatten es die "Kiebitze" in die zweithöchste Spielklasse Schleswig-Holsteins geschafft. Sie waren nie in der damaligen Landesliga Süd (bis 1999), und auch nicht in der später eingeführten Bezirksoberliga West (bis 2008).

Spitzenfußball zwischen der Nord- und Ostsee fand immer ohne RWK statt - bis jetzt. Bis das Team von Trainer Uwe Clasen in der Kreisliga West zum Durchmarsch ansetzte und das rot-weiße Wunder vollbrachte. Vor einem Jahr als Meister der Kreisklasse A Steinburg aufgestiegen, gings als Vizemeister in einem Rutsch durch in die Verbandsliga Süd-West, wo am Sonnabend Olympia Neumünster als erster Gegner wartet.

Dabei sah es vor drei Jahren an der Schulstraße noch ganz finster aus. 2010 gings in die andere Richtung - nach unten. Keine Spieler, keine Perspektive, keine Ahnung, wies weitergeht. Mit der Angst im Nacken, bis in die B-Klasse durchgereicht zu werden, spuckte Fußball-Chef Christian Urban in die Hände und holte Clasen anstelle des glücklosen Gencer Dag, der nach dem Rücktritt von Udo Strauer versucht hatte zu retten, was nicht mehr zu retten war.

Ein Glücksgriff. Seitdem gehts steil aufwärts, jagt eine Jubelparty die nächste. Ob nach Spielende draußen auf dem Platz oder ein paar Meter weiter drinnen im K1. Zu feiern gabs zuletzt genug - vor allem zuhause. Dort machten Torjäger Lasse Fötsch und Co. den größten Erfolg der Vereinsgeschichte klar. Kaum ein Heimspiel, nachdem nicht "Niemand siegt beim RWK, beim RWK, beim RWK" geschmettert wurde.

In der kommenden Saison dürften die Gesangsauftritte seltener werden. Einen Vorgeschmack darauf, dass in der Verbandsliga ein schärferer Wind weht als in der Kreisliga, bekam RWK im Viertelfinale des Steinburger Kreispokals - 1:2 gegen den künftigen Staffelkonkurrenten SG Reher/Puls. Ein eher kleines Licht im Vergleich zum FC Itzehoe oder SH-Liga-Absteiger SV Henstedt-Ulzburg. "Wir werden uns in die neue Klasse erst einmal reinarbeiten müssen", weiß Clasen, der einen Termin in seinem Kalender schon rot angestrichen hat - das sehnsüchtig erwartete Nachbarschafts-Derby beim VfR Horst (31. August).

So könnte RWK spielen: Niebuhr - Zimmat, Hansen, Köhnke, Jermies - Horn, Schröder - Fötsch, Blume, Scheppmann - Clasen.

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