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Lokaler Sport

20. Oktober 2017 | 08:09 Uhr

Peinlich: HR im Derby vorgeführt

vom

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Halstenbek | Im Jacob-Thode-Stadion müssen die Verantwortlichen in den nächsten Tagen in erster Linie Aufbauarbeit leisten. Die deftige 1:7 (1:4)-Heimniederlage des Oberligisten gegen den SV Rugenbergen dürfte etwas länger in den Köpfen der Spieler herumschwirren. Keeper Kevin Tittel war den Tränen nahe und hockte konsterniert neben der Auswechselbank. Trainer Thomas Bliemeister hofft nun, dass sein Team mit einem Sieg in der dritten Runde des Pokals am Dienstag beim SC Nienstedten sich die Wut aus den Beinen schießt. "Das war ohne Frage die peinlichste Niederlage meiner bisherigen Amtszeit", gab Bliemeister zu, "jetzt muss man von einem Fehlstart sprechen. Dabei waren wir nach dem Sieg im Pokal gegen Germania Schnelsen (1:0) noch so hoffnungsvoll, dass wir gut in die Saison kommen würden."

Gegen Rugenbergen patzte vor allem die ansonsten so souveräne Innenverteidigung. Sebastian Krabbes und Marcel Schöttke erwischten beide einen rabenschwarzen Tag, doch Bliemeister nahm eine Teilschuld an deren Leistung auf seine Kappe: "Beide konnten unter der Woche nicht trainieren. Da muss ich in erster Linie auch mich hinterfragen und eingestehen, dass ihr Einsatz womöglich zu früh kam." Dabei zeichnete sich zu Beginn des Derbys kein Debakel an. Die Gäste gingen durch einen Flugkopfball von Mario Jurkschat in Führung (18.), die Ahmed Osmanov postwendend ausglich (20.). Doch nach der erneuten Führung durch Pascal Haase (29.) häuften sich die Fehler in der HR-Defensive. Rugenbergen nutzte dies gnadenlos aus und führte durch weitere Tore von Jurkschat und Haase schon zur Pause mit 4:1.

Im zweiten Durchgang nahm die Beerdigung erster Klasse dann ihren Lauf. Zwar versuchte HR mit etwas Schwung, das Anschlusstor zu erzielen, aber spätestens nach dem 1:5 durch Jurkschat (59.) war das Spiel gelaufen. Rugenbergen durfte schalten und walten wie sie wollten, Jurkschat erhöhte seine Tagesausbeute auf fünf Tore und wurde zum Matchwinner. "Das war ein Verdienst der ganzen Mannschaft", freute sich der fünffache Torschütze, "und die richtige Reaktion auf das Schweine-Aus im Pokal." Als neuer Spitzenreiter grüßt der SVR nun von ganz oben. "Hätten wir alle unsere Chancen genutzt, wäre das ein richtiges Debakel geworden", erklärte Coach Ralf Palapies. Den Halstenbekern reichten schon die sieben Tore, an denen werden sie noch lang genug zu knabbern haben.

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