Mit Footballhelm ins Crash-Rennen

Danny Wohlfeld fährt mit dem Maniacs-Auto  heute erstmals beim Langelner Stockcar-Rennen mit.  Foto: Bunk
Danny Wohlfeld fährt mit dem Maniacs-Auto heute erstmals beim Langelner Stockcar-Rennen mit. Foto: Bunk

shz.de von
10. August 2013, 05:59 Uhr

Elmshorn | Bis zu vier Mal am Tag ist Danny Wohlfeld mit dem Auto zwischen Elmshorn und Hamburg unterwegs - unfallfrei. Heute, Sonnabend, sind Unfälle auch ein Ziel, wenn sich der 36 Jahre alte Elmshorner beim Langelner Stockcar-Rennen (10 Uhr, Dorfstraße) in einen umgebauten Ford Ka zwängt. "Ist ja fast das Gleiche, aber ohne Kontakt", sucht er den Vergleich.

Wohlfelds Auto wird auffallen: Knallgelb, abgesetzt mit Blau und auf dem Dach ein Footballhelm. Er startet für die Elmshorn Fighting Pirates und die Maniacs - die Footballer und ihre Cheerleader. Passend dazu ist auch die Startnummer: 1991, dem Gründungsjahr der Pirates.

Aus einer Bierlaune hat sich der Vater einer begeisterten Cheerleaderin zu diesem Abenteuer überreden lassen. "Phillip hat gesagt, sie suchten noch jemanden, der den ersten Platz holt. Da habe ich mich gemeldet", so Wohlfeld.

Der angesprochene Phillip Stieboldt ist Gründungsmitglied der Elmshorner Stockcarschmiede. Das Team, das am Gerlingweg schraubt und werkelt, stellt für das Langel ner Event sechs Fahrer mit ihren tollen, verbeulten Kisten. Die Stockcarschmiede gibt es seit jetzt sechs Jahren und hat sich stetig vergrößert. "Ohne Sponsoren würde der Spaß nicht laufen", unterstreicht Stieboldt, wie wichtig die Unterstützung ist.

Die konnte für die Fighting Pirates deren stellvertretender Vorsitzender Uwe Altemeier mit einbringen. Der Ford Ka stammt aus dem Fundus des Autohauses Süd und wurde am Gerlingweg unter anderem mit dem vorgeschriebenen Vollschutzkäfig und diversen Versteifungen ausgerüstet. Als Ramme für die unabdingbaren Kollisionen dient am Bug ein Stück Leitplanke.

Und das Auto, hätte es ein Erinnerungsvermögen, kennt das Gefühl bereits, wenn Blech und Blech aufeinandertreffen. Vor dem Umbau zum Stock-Car hatte der Ka unfreiwilligen Kontakt mit einem 40-Tonnen-Lkw - und dabei verloren. Heute solls mit Wohlfeld am Lenkrad besser enden - dann hätten auch Tochter Melina und ihre Maniacs-Cheerleader allen Grund zum Jubeln. www.elmshorner-stockcarschmiede.de

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