Tor in der Nachspielzeit : Hetlinger MTV rettet Punkt gegen SC Pinneberg

Moral bewiesen: Der HMTV um Fatih Simsek (links, hier gegen Christian Koster) gleicht zwei Mal nach Rückstand aus.
Moral bewiesen: Der HMTV um Fatih Simsek (links, hier gegen Christian Koster) gleicht zwei Mal nach Rückstand aus.

Gegen den SCP liegt der Bezirksliga-Aufsteiger bis zur 94. Minute in Rückstand. Dann rückt ein Innenverteidiger auf.

shz.de von
31. Juli 2018, 13:45 Uhr

Hetlingen | „Alles oder nichts“ in der Schlussphase zahlte sich für die Bezirksliga-Fußballer des Hetlinger MTV aus. In der vierten Minute der Nachspielzeit erzwang der aufgerückte Verteidiger Jesse Plüschau nach einem Pass von Max Wichern das späte 2:2 (1:1) gegen den SC Pinneberg.

SCP-Coach beklagt Handspiel vor dem 1:1

„Aufgrund unserer guten Leistung bin ich trotzdem zufrieden“, betonte SCP-Coach Dirk Kahl. Ärgerlich war für ihn die Szene vor dem Hetlinger 1:1, als sich Torschütze Fatih Simsek den Ball eindeutig mit der Hand vorlegte.

HMTV-Trainer Marc Zippel reagierte grantig. „Hoffentlich hat Dirk auch gesehen, dass uns der Schiedsrichter drei glasklare Elfmeter verweigert hat.“ Beim Bier hinterher einigten sich beide Seiten auf ein gerechtes Unentschieden.

Zweikampf zwischen Mikail Pekdemir (SCP, links) und Jesse Plüschau.
Johannes Speckner
Zweikampf zwischen Mikail Pekdemir (SCP, links) und Jesse Plüschau.
 

Beide Teams im Pokal gefordert

Weitere Gemeinsamkeit ist, dass beide Teams am Dienstag, 31. Juli, in der zweiten Runde des Oddset-Pokals antreten. Der SCP freut sich auf Landesliga-Aufsteiger SSV Rantzau, die Hetlinger geben ein Gastspiel bei Rasensport Uetersen.

Zippel hofft, dass ihm bis zum Anpfiff um 18.45 Uhr ein Schicksal wie am Sonnabend vergangener Woche erspart bleibt. Da hatten sich nacheinander Aleksandar Pavlovic (Knieverletzung nach Treppensturz), Philipp Drews, Jan Wenzel (erkrankt) und Harun Ileri (Zehenverletzung) für das SCP-Spiel abgemeldet.

„Alle Stunde musste ich eine neue Aufstellung herausgeben“, sagt Zippel, dem insgesamt acht potenzielle Stammspieler fehlten.

Sonderlob für Hetlingens Torwart

Lob erntete HMTV-Keeper Lasse Wolff, auch wenn er das 0:1 von Thies Raschke mit einem Fehlpass verschuldete. Dirk Kahl jedenfalls zog seinen Hut. „Zum Schluss war er fantastisch. Sonst hätten wir das Spiel zu unseren Gunsten entschieden.“

Spielervater Erwin Hellmann legt Wert auf die Feststellung, dass sein Sohn Patrick entgegen der offiziellen Pinneberger Darstellung weiterhin zum SCP-Kader zählt. „Er führt sogar die Teamkasse, kann aber aufgrund einer Knieverletzung erst im Frühjahr wieder einsteigen.“

Hetlinger MTV – SC Pinneberg 2:2 (1:1)

Hetlinger MTV: Wolf – Eberle (67. Bassoumi), Bassen, Plüschau, Moldenhauer – Wichern, Haase, Zink, Kamsteeg (67. Isik) – Simsek, Adamovic.

SC Pinneberg: Fl. Jensen – Stöber, Schrader, Christian Koster, Nak (83. Barth) – Sendic (73. Fa. Jensen) – Grubb, Raschke, Gomoll – Fröhlich (46. Tiede), Pekdemir.

Tore:  0:1 Raschke (4.), 1:1 Simsek (41.), 1:2 Tiede (49.), 2:2 Plüschau (90.+4)

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