Fussball-Oberliga Hamburg : Aufbruchstimmung beim Wedeler TSV

Es geht wieder los: Am Donnerstag bittet Daniel Domingo die Fußballer des Wedeler TSV zum Trainingsauftakt. Vor der Saison 2018/19 verbreitet der Spanier Optimismus.
Es geht wieder los: Am Donnerstag bittet Daniel Domingo die Fußballer des Wedeler TSV zum Trainingsauftakt. Vor der Saison 2018/19 verbreitet der Spanier Optimismus.

Zwölf Zugänge für den Wedeler TSV. Co-Trainer Weinsheimer kommt vom HEBC.

shz.de von
18. Juni 2018, 16:00 Uhr

Wedel | An die vergangene Saison wollen sie beim Wedeler TSV nicht so gerne erinnert werden. Ambitioniert in die Oberliga Hamburg gestartet, hinkten die Fußballer aus der Rolandstadt schwer gezeichnet und angeschlagen über die Ziellinie.

Der Klassenerhalt wurde nach einer langen Negativserie inklusive der Entlassung von Trainer Jörn Großkopf gerade so geschafft. „Wir wollten einen Umbruch nach der Katastrophen-Saison“, fand Ligamanager Thorsten Zessin Anfang Juni gegenüber dem Interentportal fussifreunde.de deutliche Worte.

Umbruch im Team

Gesagt, getan: Nicht mal einen Monat nach dem Oberliga-Abschluss steht der neue Kader der Wedeler schon. Übrig geblieben sind nur elf Spieler aus der vergangenen Runde, gleich ein Dutzend neue Akteure listet das 23er-Ensemble von Chefcoach Daniel Domingo.

Obwohl mit Tim Jeske, Jan Eggers, Theodoros Ganitis oder Eric Agyemang einige Eckpfeiler das Team verlassen haben, ist der Spanier überzeugt, eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten zu können. „Mit der Truppe sollten wir nicht nur vom Klassenerhalt sprechen“, gibt sich Domingo optimistisch.

Top10-Platz ist das Ziel

Einen einstelligen Tabellenplatz peilt der Coach nach dem enttäuschenden 15. Rang der Vorsaison an.

Neben dem Quintett von Oberliga-Rivale VfL Pinneberg um die Zwillingsbrüder Luis und Daniel Diaz (wir berichteten) sind einige junge Spieler ins Elbestadion gewechselt. Andrew Banoub (18, SC Sternschanze), Max Stolzenburg (20, Altona 93), Enzo Simon (20, Blau-Weiß 96 Schenefeld) und Tom Münster (18, Altona 93 A-Junioren) könnten teilweise noch im Jugendbereich mitwirken.

Agyemang-Abgang schmerzt

Stolzenburg hat mit seinen jungen Jahren aber immerhin schon Regionalliga-Luft geschnuppert. „Er wird uns klar weiterhelfen“, freut sich Domingo auf den ehemaligen HSV-Juniorenspieler.

Bedauern tut der Trainer des WTSV vor allem den Abgang von Ex-Profi Agyemang, der seine aktive Karriere im Mai beendet hat. „Ich habe noch nie einen Spieler erlebt, der so positiv auf seine Mitspieler eingewirkt hat. Eric ist eine echte Persönlichkeit“, so Domingo.

Routiniers sollen vorangehen

Führungsqualitäten erwartet der Coach jetzt von Leistungsträgern wie Tim Vollmer (33), Christian Dirksen (34) und Marlo Steinecke (24). Domingo: „Sie müssen den jungen Spielern zeigen, was Oberliga-Fußball ist.“

Weitere wichtige Neuzugänge für den WTSV: Torhüter und „Wunschkandidat“ Andre Alves Lopes (30, Inter Hamburg) sowie die Rückkehrer Gary Voorbraak (24, SV Rugenbergen) und Jacques Rodrigues Oliveira (30, WTSV Concordia).

„Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Ich freue mich darauf, mit der Mannschaft zu arbeiten“, sagt Domingo drei Tage vor dem Trainingsauftakt am Donnerstag, 21. Juni.

Erfahrener Co-Trainer unterstützt Domingo

An der Seite des 42-Jährigen wird dann auch ein neuer Co-Trainer in Erscheinung treten: Holger „Sam“ Weinsheimer (52), der zuletzt mit der U17 des HEBC Hamburger Meister geworden ist.

„Sam ist ein erfahrener Mann, der wird der Truppe gut tun. Ich wollte einen starken Co-Trainer, der auch eigenständig mit den Jungs arbeiten kann“, erklärt Domingo.

Dem Cheftrainer ist durchaus bewusst, dass sich seine Mannschaft nach dem großen Umbruch im Sommer „erstmal finden muss“. Sein Plan sehe vor, eine „anständige Hinrunde“ zu spielen, um dann im neuen Jahr richtig durchzustarten. Denn eines wollen sie 2019 in Wedel ganz gewiss nicht: Bloß nicht nochmal zittern.

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