Segeln : Zweimal Treppchen macht besonderen Spaß

Meist im Vorderfeld dabei: Die Crew des Schlei-Segel-Clubs.
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Meist im Vorderfeld dabei: Die Crew des Schlei-Segel-Clubs.

Freude beim Schlei-Segel-Club über den Aufstieg in die 1. Segel-Bundesliga. Mit einer ausgeglichenen Spieltag-Serie lag der SSC von Beginn an in der Spitzengruppe der 2. Liga und hielt die Position konstant.

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18. September 2018, 17:51 Uhr

Autokorsi oder einen Empfang auf dem Rathausbalkon hat es natürlich nicht gegeben – aber jede Menge Glückwünsche. „Wir sind schwer begeistert und schmücken uns mit dem Sieg der Familie Willim und den Seglern unserer Jugendabteilung. Wir sind sehr stolz“, sagt Georg Thomsen, Vorsitzende des Schlei-Segel Clubs (SSC).

Mit einem zweiten Platz am fünften und letzten Spieltag der 2. Bundesliga auf der Kieler Innenförde und dem zweiten Platz in der Gesamtwertung hat der Club von der Schlei den Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt gemacht. Zeitgemäß: Die Glückwünsche und Kommentare in der Bundesliga-WhatsApp-Gruppe. Ausgeliehen aus dem Fußball-Jargon: „Nie mehr zweite Liga.“

„Wie wir jetzt vorgehen muss noch beraten werden. Im Moment freuen wir uns nur über die gute Saison und den erfolgreichen Abschluss“, meint Steuermann Andreas Willim, der mit seinem Team zum Abschluss in Kiel gleich in den zweifachen Genuss einer Siegerehrung kam. Einmal für Platz zwei und dann für den Aufstieg. „Auf dem Treppchen stehen finde ich richtig gut und das jetzt gleich zweimal.“ Nur von der obligatorischen Bierdusche hält er nicht so viel. „Da bring ich mich lieber in Sicherheit.“

Mit einer  ausgeglichenen Spieltag-Serie (4/1/8/3/2) lag der SSC von Beginn an in der Spitzengruppe der 2. Liga und hielt die Position konstant. „Wir haben eine gute Qualität. Gerade die jungen Burschen haben eine steile Lernkurve hingelegt. Jetzt muss sich zeigen, wie es mit der Quantität aussieht“, erklärt der mehrfache Matchrace-Meister.

Mittlerweile hat sich mit den Schleswiger Stadtwerken auch ein Sponsor gefunden. Platz für einen weiteren Namenszug auf der Vereinsfahne wäre noch vorhanden. „Die Bundesliga ist sehr aufwendig, da sind wir über jede Unterstützung dankbar“, sagt Vereinschef Thomsen. Im willimschen Familienkreis wird indes überlegt, ein Team zum DSL-Liga–Pokal (2. - 4. November in Hamburg) zu schicken. Beim DSL-Pokal gehen 24 Vereine an den Start. Das Feld setzt sich aus den ersten drei Teams der 1. und 2. Bundesliga, den vier Absteigern aus der 2. Liga, zwei der Junioren-Liga sowie zwölf Platzierte einer J/70-Regatta zusammen. „Wir sind qualifiziert. Das wäre eine Möglichkeit für unsere jungen Segler in die Szene reinzuschnuppern“, überlegt der Schleswiger. Allerdings sind die zusätzlichen 750 Euro Startgeld für den DSL-Pokal nicht im Budget eingeplant gewesen. „Wir müssen sehen, was wir da machen“, sagt Willim.

Michael Bock

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