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handball : Zu harmlos in der Defensive

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

3. Liga: Die Handballerinnen der HG OKT verlieren 26:27 beim abstiegsbedrohten TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf von 1909

Die Handballerinnen der HG Owschlag/Kropp/Tetenhusen unterlagen beim abstiegsbedrohten TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf von 1909 mit 26:27 (12:14). Der Tabellenvierte präsentierte sich zu harmlos beim Drittletzten der 3. Liga Nord und musste ohne Punkte im Gepäck die Heimreise antreten. Allein Kristin Machau brachte ihre Leistung. „Kristin hat uns bis zum Schluss im Spiel gehalten und hat als einzige ihre Normalform abgerufen“, lobte OKT-Trainer Vagn Hansen. Mit viel Übersicht brachte Machau ihre Nebenleute immer wieder in aussichtsreiche Wurfpositionen und erzielte selbst neun Tore aus dem Feld.

„Meine Spielerinnen agierten in der Abwehr viel zu brav und schafften es zu keinem Zeitpunkt, die starke Rückraum-Angriffsreihe des Gastgebers zu stören“, resümierte Vagn Hansen. Das Problem: Die OKT-Abwehrreihe agierte zu offensiv und wurde so durch einfache Passspiele vor arge Probleme gestellt. Zu gering war die Bereitschaft der Gäste, zuzupacken und den TuS-Spielerinnen den Schneid abzukaufen.

Beim Stand von 14:12 für Hollenstedt wurden die Seiten gewechselt. Auch im Angriffsspiel der Gäste gab es an diesem Tag viel zu bemängeln. Viele technische Fehler führten zu Ballverlusten, etliche Wurfversuche scheiterten an der TuS-Torfrau, Dorit Schwanke.

„Wir hatten Probleme, den verletzungsbedingten Ausfall von Imke Seidel zu kompensieren“, sagte Hansen. Seidel hatte sich bereits beim Mannschaftstraining am Mittwoch eine Knöchelverletzung des rechten Fußgelenks zugezogen und wird voraussichtlich längere Zeit ausfallen. Mit Kristin Machau hatte der OKT-Trainer allerdings die Rückraummitte-Position adäquat besetzt.

Aber auch der TuS Jahn-Hollenstedt präsentierte sich alles andere als ein potentieller Absteiger. Neben seiner starken Rückraum-Angriffskette um Julia Lupke, Julia Fritsche und Dina Bergmane-Versakova zeigte der Gastgeber einen unbändigen Siegeswillen. „Wir haben durch unsere kompakte Abwehrarbeit schon früh die Angriffsversuche der HG OKT unterbunden und somit den Grundstein für unseren Erfolg selbst gelegt“, sagte TuS-Trainer Lars Dammann, der den Verein zum Saisonende Richtung Buxtehude verlassen wird. „Im Angriff zeigten wir eine starke Mannschaftsleistung, aus der ich niemanden hervorheben möchte.“

Dammann lobte insbesondere die OKT-Spielerinnen Raphaela Steffek und Franziska Peters für ihre starke Leistung – damit unterscheiden sich die Wahrnehmungen beider Trainer komplett voneinander. Fakt ist, dass die im Vorwege von Hansen prognostizierte gefährliche dreier Rückraum-Angriffskette des TuS 21 von 27 Toren machte.

Am Wochenende steht für die HG OKT das Final Four des HVSH Pokals in Harrislee auf dem Programm. Dort geht es zunächst gegen den Liga-Konkurrenten Henstedt-Ulzburg. Am Sonntag dann gegen TSV Nord Harrislee (3. Liga) oder TSV Wattenbek (Oberliga).



HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Küppers, K. Rohwer (2), Steffek (4), Pahl (1), Linke (1), Peters (7/5), H. Rohwer (1), Machau (9), Lübker, Stachowski (1).

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