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Leichtathletik : Wiedersehensfreude trotz Dauerregen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Über 270 Aktive beim 29. Schleswiger VR-Bank-Stadtlauf. Natalie Jachmann und Pascal Dethlefs gewinnen den Hauptlauf.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2014 | 07:03 Uhr

Mit über 270 Läuferinnen und Läufern feierte der Schleswiger VR-Bank-Stadtlauf sein Comeback im Laufkalender. Nach einem Jahr Unterbrechung traf sich die Laufszene nun zur 29. Auflage des Klassikers an den Königswiesen. Obwohl sich fast alle Starter und erst recht die Zuschauer und Helfer deutlich angenehmere Witterungsbedingungen gewünscht hätten, überwog im Teilnehmerfeld ganz klar die Wiedersehensfreude mit dem traditionsreichsten Straßenlauf der Region. Zwar hatten rund 80 gemeldete Athleten ihre Startnummer unabgeholt liegen lassen, doch dank einiger wetterfester Nachmelder konnten die Veranstalter von Spiridon Schleswig in allen Wettbewerben gut besetzte Teilnehmerfelder auf die Rundstrecke zwischen Dom und Schloss Gottorf schicken.

Im Hauptlauf durfte das derzeit erfolgreichste Läuferpärchen der schleswig-holsteinischen Laufszene einmal mehr gemeinsam jubeln. Nachdem sie zuletzt bei den Landesmeisterschaften in Kaltenkirchen und beim Niebüller Stadtlauf binnen weniger Tage gleich zwei Mal auf Bestzeitjagd gegangen waren, wählten Natalie Jachmann und Pascal Dethlefs an der Schlei nun eine eher zurückhaltende Taktik. Beim Zieleinlauf nach zehn Kilometern im Dauerregen feierten die 23-jährige von der LG Flensburg und der 30-jährige von der SG Athletico Büdelsdorf jedoch ungefährdete Siege.

„Ich hatte mich schon früh entschieden, nur auf Platzierung zu laufen, da ein schnelles Rennen bei den Bedingungen eh nicht möglich war“, erklärte Jachmann nach ihrem Erfolg in immer noch starken 40:35 Minuten. Die Flensburgerin gewann damit unangefochten vor Ute Fanslau (SV Enge-Sande / 42:53 Min.) und Jugendläuferin Paula Krüger (Die Schule für Berufe mit Zukunft/ 46:26 Min.).

Pascal Dethlefs blieb im Rennen der Männer lange in einer mehrköpfigen Spitzengruppe und forcierte erst in der zweiten Runde das Tempo. In 37:01 Minuten blieb er deutlich über seiner erst eine Woche alten Bestzeit (31:31 Minuten in Niebüll). Seine Verfolger Christian Petersen (TSV Ladelund/ 37:34 Min.) und Tom Schilling (1. Flensburger LT/ 37:44 Min.) konnten somit bis zum letzten Kilometer in Sichtweite laufen und hielten den Abstand überschaubar.

Die im Rahmen des Stadtlaufs vergebenen Kreismeistertitel des KLV Schleswig-Flensburg sicherten sich Arne Hansen (Spiridon Schleswig / 39:45 Min.) und Claudia Brauer (Borener SV/ 50:02 Min.).

Eine deutlich weniger taktische und zurückhaltende Herangehensweise als die Hauptlaufsieger wählte Mansor Farah beim 5-km-Lauf. Der 17-jährige vom STV Sörup schlug sofort nach dem Startschuss ein rasantes Tempo an mit dem Ansinnen, den Streckenrekord des Büdelsdorfers Philipp Müller (16:37 Min.) zu unterbieten. Am Ende fehlten Farah nach 16:44 Minuten nur sieben Sekunden zur angestrebten Bestmarke. Sein Sieg war indes nie gefährdet. Oke Hansen von der VR-Bank Flensburg-Schleswig (17:50 Min.) und Niels Schnoor vom ALG-VfL Bokel (19:41 Min.) folgten mit klarem Abstand. In der Frauenkonkurrenz lief die 13-jährige Sarah Dohse vom Preetzer TSV in 20:49 Minuten allen anderen davon. Julia Lieck (ALG-VfL Bokel/ 22:16 Min.) und Wiebke Rottschäfer (STV Sörup/ 23:01 Min.) verloren die junge Preetzerin schnell aus den Augen.

Die beiden 11-jährigen Xavier Empel (7:20 Min.) und Jolina Delor (8:50 Min.) zeigten als Sieger des 2-km-Jugendlaufs ihr läuferisches Potenzial.

Auch wenn das nasse Wetter ein wenig die Idee eines bunten Lauffestes vor schöner Kulisse zunichte machte, zeigten sich die Veranstalter von Spiridon Schleswig unter dem Strich zufrieden mit dem Ablauf. „Das Wetter hat wohl dem einen oder anderen Läufer nicht behagt“, bilanzierte Organisator Claus Reusch, der sich ansonsten aber über viel positiven Zuspruch freuen durfte und sich guter Dinge zeigte, was die Zukunft des Stadtlaufs angeht. Reusch wagte schon einen Blick auf 2015. „Die Zusammenarbeit mit SIF, ohne deren Hilfe wir den Lauf nicht durchführen könnten, hat sich bewährt. Es spricht nichts gegen einen 30. Stadtlauf“, erklärte Reusch.

Alle Ergebnisse: www.spiridon-schleswig.de.



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