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9. Kropp-Triathlon : Von Kropp über Klagenfurt nach Hawaii

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Beim 9. Kropp-Triathlon holten sich Jan-Hinrich Klindworth (Braunschweig) und Anne Schmidt (Flensburg) den Sieg in den Hauptläufen. Insgesamt 250 Aktive waren zum Saisonstart bei sommerlichen Temperaturen am Start.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2016 | 06:00 Uhr

Sonne satt, sommerliche Temperaturen in Luft und Wasser und dazu gute Stimmung am Streckenrand – exakt so wünschen sich Triathleten einen perfekten Wettkampftag. Dass sie genau das Anfang Mai in Kropp erleben können, hätten sich die Stammgäste des Kropp-Triathlons nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre nicht träumen lassen. Regen und Kälte hatten oftmals den Spaß beim Saisoneinstieg getrübt. Beim 9. Kropp-Triathlon erlebten die Aktiven und Zuschauer nun eine der bislang wärmsten Auflagen des Ausdauer-Dreikampfs aus Schwimmen, Radfahren und Laufen.

„Besser kann man es eigentlich nicht haben – perfekt“, freute sich Martin Thomsen, der mit dem Organisationsteam von der DLRG Kropp und dem TSV Kropp das familiäre Sportfest im Freibad vorbereitet hatte. Knapp 250 Athletinnen und Athleten aller Alters- und Leistungsklassen ließen Vorfreude auf den Triathlon-Sommer aufkommen. Während einige Aktive bei sich noch Trainingsbedarf in einzelnen Disziplinen feststellten, präsentierten sich andere schon in guter Form für nahende Saisonhöhepunkte. Nach dem Formtest in Kropp über die Volkstriathlon-Distanz haben sich auch die schnellsten Athleten des Tages für den weiteren Saisonverlauf klare Ziele gesteckt. Von Debüts über die Olympische Distanz oder die IronMan-Distanz bis hin zu den Triathlon-Europameisterschaften reicht das Repertoire der Ambitionen, die einige Cracks nach dem Kropper Triathlon kund taten.

Die Zielsetzungen von Anne Schmidt, die in Kropp das Hauptrennen über die XL-Version des Volkstriathlons (0,7 km – 21 km – 5 km) gewann, fallen da vergleichsweise bescheiden aus. Nach genau zwei Jahren Wettkampfpause bestritt die 23-Jährige von den TriVelos Flensburg erstmals wieder einen Wettkampf und möchte nun im Juni ihren Einstand auf der Olympischen Distanz geben. In 1:08:23 Stunden gewann Anne Schmidt vor Vorjahressiegerin Josephine Betche (Hamburg/ 1:08:39 Std.) und der Kielerin Lisa Schnoor (1:11:31 Std.) und erzielte genau die Platzierung, mit der sie letztmals in Aktion getreten war. Beim Kropp-Triathlon 2014 hatte Schmidt den Volkstriathlon gewonnen.

„Einen Sieg im Hauptrennen hatte ich nicht erwartet. Aber das Schwimmen liegt mir, und auch danach lief es gut weiter“, erklärte die Flensburgerin nach ihrem Start-Ziel-Sieg. Schmidt war als Erste aus dem Wasser gekommen und ließ sich nicht mehr von ihren Konkurrentinnen einholen. Die Hamburgerin Josephine Betche hatte auf der Radstrecke Mühe mit dem teilweise heftigen Wind („Da wird man als leichte Person fast weggeweht“), startete dann auf der Laufstrecke aber noch eine rasante Aufholjagd. Am Ende fehlten ihr aber 16 Sekunden auf die neue Siegerin.

Ein neuer Champion rannte auch bei den Männern ins Ziel. Der Braunschweiger Jan-Hinrich Klindworth zog auf der Radstrecke an dem nach dem Schwimmen führenden Itzehoer Jugend-Ass Fynn Sänger vorbei und gab die Spitzenposition nicht mehr ab. In 59:15 Minuten gewann der 27-Jährige mit klarem Vorsprung vor Sänger (1:01:17 Std.) und Oke Büll (Triathlonverein Dänischer Wohld/ 1:03:08 Std.). Für Klindworth, der für ein halbes Jahr in Rendsburg lebt und dort an der Masterarbeit seines Maschinenbau-Studiums feilt, war der Kropp-Triathlon eine Zwischenstation auf dem Weg zur IronMan-Weltmeisterschaft auf Hawaii. „Im Juni starte ich in Klagenfurt beim IronMan und möchte die Quali für Hawaii schaffen“, erläuterte der Sieger seine ambitionierte Zielsetzung.

Internationale Meriten streben auch zwei „Alt-Internationale“ aus der Region an. Margit Bartsch von der SG Athletico Büdelsdorf demonstrierte als Gesamt-Sechste in 1:14:53 Stunden, dass sie auch mit 61 Jahren noch den Großteil der jüngeren Konkurrenz hinter sich lassen kann und auch 2016 berechtigte Hoffnungen haben darf, bei den internationalen Titelkämpfen um Medaillen ihrer Altersklasse mitkämpfen zu können. Helmut Schimmer vom TSV Fahrdorf deutete wenige Wochen vor seinem 70. Geburtstag an, dass mit ihm in der neuen Altersklasse zu rechnen ist. Der Routinier von der Schlei bereitet sich auf die Europameisterschaften vor, die Ende Mai in Lissabon stattfinden. Nach seinem Kropper Ergebnis (1:17:04 Std.) zeigte sich Schimmer optimistisch. „Am Laufen kann ich noch bisschen arbeiten, aber ansonsten kann die EM kommen“, erklärte der erfahrenste Triathlet der Veranstaltung.

Beim Volkstriathlon (0,5 km – 21 km – 5 km) gab es einen Itzehoer Doppelsieg durch Björn Wiegner (1:04:24 Std.) und Kimberly Groth (1:13:11 Std.) als schnellste „Finisher“ ins Ziel. Beim Jugend- und Schnuppertriathlon (300 m – 10,6 km – 2,5 km) bewiesen Yannick Kallies (TSV Bornhöved/38:12 Min.) und Svea Tietgen (VfL Oldesloe/ 39:59 Min.) ihr überdurchschnittliches Talent.

Alle Ergebnisse unter www.kropp-triathlon.de.

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