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Von der Hitze in den Regenguss

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/ Oliver Brott und Annette Seesemann im Hauptlauf vorn ; 15. Geltinger Birklauf: Athleten erlebten extreme Wetterbedingungen

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erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Gelting | Nach dem Hitzelauf kam die Dusche schon vor dem Ziel: An einem der heißesten Tage des Jahres erlebten knapp 150 Athleten beim 15. Geltinger Birklauf recht extreme Wetterverhältnisse bei ihren Laufwettbewerben in der einzigartigen Naturlandschaft im Nordosten Angelns.

Schon vor dem Start floss nicht nur bei den Aktiven der Schweiß. Nach dem Startschuss hatten die Langstreckenläufer mit drückend schwülen Bedingungen zu kämpfen. Während die Starter des 5-km-Laufs durch den Nordschauwald das Ziel recht schnell wiedersahen, erlebten die Aktiven des 16,1 km langen Hauptlaufs auf ihrer großen Runde um die Birk alle Facetten sommerlicher Wetterlagen. Anstatt des erhofften Sonnenuntergangs über der Geltinger Bucht sahen die Athleten bei brütender Hitze am Himmel diesmal allerdings ein sich zusammenbrauendes Gewitter. Wer nach einer Stunde noch nicht das Ziel an der Birkhalle erreicht hatte, der bekam schon auf den letzten Kilometern der Strecke eine mehr oder weniger ausgiebige Dusche von oben verpasst. Da Blitz und Donner jedoch noch weit entfernt schienen, war die feuchte Abkühlung für viele eine willkommene Erfrischung.

Nur die ersten Tropfen des beginnenden Sturzregens bekam Oliver Brott von Spiridon Schleswig zu spüren. Der Sieger des Zehn-Meilen-Laufs rannte nach 1:01:48 Stunden mit großem Vorsprung ins Ziel. Bereits nach dem ersten Kilometer war der 43-jährige Schleswiger allein an der Spitze und krönte seinen ersten Start an der Birk gleich mit dem Sieg. "Eine wirklich tolle Strecke", lobte der Spiridon-Langstreckler den Kurs zwischen Gelting, Nieby und der Mühle "Charlotte".

Mit drei Minuten Rückstand auf den Sieger lief der Berliner Frank Tetzlaff nach 1:04:48 Stunden über die Ziellinie, ehe auf Platz drei der Waabser Patrick Stein (1:06:01 Std.) folgte.

Den Wettkampf der Frauen entschied Annette Seesemann für sich. In 1:20:31 Stunden ließ die Flensburgerin ihre Mitstreiterinnen Ilona Johannsen (Spiridon/1:22:36 Std.) und Silke Biedermann (1:23:14 Std.) hinter sich.

Die etwas spannenderen sportlichen Entscheidungen gab es beim 5 km langen Nordschaulauf zu beobachten, der erst auf den letzten 300 Metern entschieden wurde. Lokalmatador Cord-Friedrich von Hobe (MTV Gelting) hatte sich spontan von der langen Strecke auf den kleinen Lauf umgemeldet, um dort als Tempotest den direkten Vergleich mit Vorjahressieger Dieter Schwarzkopf (Borener SV) zu suchen. Genau dieses Duell bekamen die beiden schnellen Männer aus Angeln dann auch. Nachdem der zunächst ebenfalls an der Spitze mitkämpfende Mansor Farah (STV Sörup) nach drei Kilometern etwas zurückgefallen war, rannten Schwarzkopf und von Hobe bis 300 Meter vor dem Ziel gleichauf. "Dann habe ich einen langen Sprint angezogen", beschreibt der Geltinger den rennentscheidenden Moment. Dem Sprinttempo des gelernten Mittelstreckenläufers konnte Schwarzkopf nicht folgen. Mit elf Sekunden Vorsprung gewann Cord-Friedrich von Hobe in 16:41 Minuten vor Schwarzkopf (16:52 Min.) und Farah (17:30 Min.).

Schnellste Frau im Nordschauwald war Simone Kohls vom Gettorfer TV, die nach 20:12 Minuten vor Mareike Lützow (ALG-VfL Bokel/ 20:54 Min.) und Heidi Ludwig (STV Sörup/ 22:49 Min.) ins Ziel rannte.

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