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Handball-Landesliga Männer : Titel doch noch verspielt

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der HC Treia/Jübek ist durch die Niederlage gegen die HSG Ohrstedt/Ostenfeld auf der Zielgeraden noch von der HSG Marne/Brunsbüttel abgefangen worden.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Lange Gesichter in der Silberstedter Sporthalle. Der schlimmste Fall scheint eingetreten. Hat der HC Treia/Jübek doch noch die schon sicher geglaubte Meisterschaft in der Handball-Landesliga Nord der Männer verspielt ? Es sieht danach aus. Ohne seine schon länger fehlenden Rückraum-Shooter Oke Kruse (Armbruch) und Matthias Greggers (Auslandsaufenthalt/wir berichteten) unterlag Treia der HSG Ohrstedt/Ostenfeld (SZOWW) mit 23:28 (16:16) und rutschte auf Rang zwei hinter die punktgleiche, aber spielfreie HSG Marne/Brunsbüttel. Am letzten Spieltag kämpfen beide Teams nun im Fernduell um den Titel. Gewinnt Marne/Brunsbüttel daheim gegen den Tabellenachten HFF Munkbrarup, ist die Meisterschaft sicher. Denn Marne/Brunsbüttel liegt im direkten Vergleich mit dem HC Treia/Jübek (zu Gast bei Absteiger DHK Flensburg II) vorne (siehe Infokasten).

Noch nach dem vorletzten Spiel mit dem 29:26-Sieg gegen den TSV Mildstedt II hieß es auf der HC-Homepage: „Der Patient lebt noch!“ Sein Zustand hat sich jetzt aber merklich verschlechtert. Der Patient steht vor dem Exitus. „Wir rechnen nicht mit einem Ausrutscher. Marne kann mit dem Druck umgehen. Die Spieler sind erfahren und werden sich das nicht mehr nehmen lassen “, sagt Handball-Obmann Marcus Schmidt. Der gleichzeitige Trainer der männlichen Jugend B hat die Partie und die langen Gesichter auf der Bank und der Tribüne gesehen. „Tja, die Saison ist am Ende ein bisschen doof gelaufen,“ sagt Schmidt, kündigt nach (vermutlich) zwei Vizemeisterschaften aber den dritten Aufstiegsversuch für die kommende Saison an. „Der Trainer und der Großteil der Mannschaft bleibt zusammen. Unsere Planungen laufen bereits.“ Knackpunkt im Endspurt um den Titel war die 22:27-Niederlage gegen den Tabellenneunten SG Oeversee/Jarplund-Weding. „Das hätte nicht sein dürfen, da sind wir uns alle einig“, meint Schmidt.

Die Saison begann holprig, aber nach Platz fünf nach drei Spieltagen arbeitete sich das Team von Trainer Oliver Zube kontinuierlich nach oben und übernahm nach dem 13. Spieltag erstmals die Tabellenführung. Die Spitzenposition wurde konsequent und souverän ausgebaut. Am Titelgewinn bestanden kaum noch Zweifel. Dann die beschriebenen personellen Probleme, der Vorsprung schmolz, bis zum jüngsten Spiel und der Niederlage gegen die HSG SZOWW.

„Wir haben unklug gespielt, standen in der Deckung viel zu offen und haben den Start in den zweiten Spielabschnitt verschlafen“, nannte Co-Trainer Melf Rathmann Gründe für die Niederlage. „Die Mannschaft hat zwar gekämpft, aber der Kader war nicht in Lage Akzente zu setzen“, urteilte Schmidt.

Auf jeden Fall wird das Team in der Partie beim Tabellenletzten DHK Flensburg II alles geben, um zu gewinnen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. „Wir müssen unsere Aufgabe erfüllen, vielleicht passiert ja doch noch was“, sagt Schmidt, aber richtig überzeugend klingt das nicht.

Treia/Jübek: Schmidt (7), Hansen (4), F. Ilgner (3), T. Ilgner (3), Schütt (3), Marxen (2), Jacobsen (1).

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