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Sportschiessen : Stagnation statt Schweden-Power

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der kurzfristige Rücktritt des Schweden Johan Ahlbäck aus der Mansnchaft der Fahrdorfer Sportschützen kam überraschend. Trainer Karl-Heinz Wolff war kurz davor, die Mannschaft aus der Bundesliga zurück zu ziehen.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2015 | 06:43 Uhr

Mit der jüngsten E-Mail aus Schweden war die Zuversicht für die kommende Saison bei Karl-Heinz Wolff völlig verflogen. Der Trainer und Manager der Bundesliga-Pistolenschützen aus Fahrdorf musste nach nur einem Spieltag die Absage seines schwedischen Neuzugangs Johan Ahlbäck hinnehmen. „Ihm ist die nervliche Belastung in der Bundesliga zu hoch. Er möchte nicht mehr eingesetzt werden“, beschreibt Wolff die Begründung des Spitzenschützen. Aus mit der Schweden-Power bei den Fahrdorfer Sportschützen. „Tja, der Schwede war wohl ein Missgriff“, meinte ein schwer enttäuschter Wolff. „Die Absage hat unsere Situation grundlegend verändert. Ich war sogar kurz davor, die Reißleine für die gesamte Saison zu ziehen.“ Obendrein hatte Ahlbäck seinen Abgang lediglich per E-Mail mitgeteilt und auch schon seine Vereinsjacke per Post zurückgeschickt. Den Fahrdorfer Coach hat das getroffen. „Ich bin enttäuscht, dass er nicht persönlich mit mir gesprochen hat.“

Die Absage kam kurz vor dem zweiten Spieltag in Braunschweig. Da auch Matthias Hofmann erst im November eingesetzt werden kann, musste die Mannschaft ohne Ersatzschützen anreisen. Keine guten Voraussetzungen für das Team um Trainer Wolff, das dann auch in der Abendveranstaltung Gastgeber Braunschweiger SG mit 1:4 unterlag. Bis auf Gagik Sahakian gab es für das Quintett von der Schlei nichts zu holen. Das war einkalkuliert, genau so wie die beiden Auftaktniederlagen in Fahrdorf gegen den SV Sülfeld und den SV 1935 Kriftel. „Wir müssen unsere Punkte gegen andere Teams holen“, hatte Wolff nach den ersten Niederlagen gesagt.

Zu diesen Teams gehört der SV Hegelsberg-Vellmar, aber die Fahrdorfer boten in Braunschweig gegen den Aufsteiger eine ganz schlechte Vorstellung und verloren mit 2:3. „Die Mannschaft war total verunsichert“, musste Wolff feststellen. Es sah zwar bis zur dritten von vier Serien nach einem Fahrdorfer 4:1-Sieg aus, doch mit den letzten zehn Schuss wurde der erhoffte Erfolg leichtfertig aus der Hand gegeben. Lediglich Gagik Sahakian legte auch am zweiten Tag mit 376 Ringen ein bundesligataugliches Ergebnis ab und holte sich früh mit 376:369 gegen Lev Berner den verdienten Punkt.

Den zweiten Zähler für sein Team machte Stefan Vollertsen an Position fünf. Vollertsen wurde zu Beginn des Matches für seinen 100. Bundesliga-Einsatz im Fahrdorfer Team mit einer Flasche Sekt geehrt. Aber auch Vollertsen hätte zur sonntäglichen Frühstückszeit lieber Sieg statt Sekt genommen.

Jonas Hansen war wohl der unglücklichste Mensch in der Halle. Am Vortag noch geglänzt und dann gegen Hegelsberg-Vellmar mit 358 Ringe gleich zwanzig Treffer schlechter. „Den Punkt hätte ich leicht machen müssen, mein Gegner hatte doch auch nur 362 Ringe“, meinte der völlig konsternierte dänische Schütze. Auch Michael Bäcker und Steffen Schröder waren am Ende ihrer Matches tief enttäuscht.

„Wir stehen wieder mit dem Rücken zur Wand und sind schwächster der letztjährigen Erstligisten“, stellte Wolff konsterniert fest. Nach vier Niederlagen steht Fahrdorf mit 0:8 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz und ist wie der Brühler Schießclub und die Schützengesellschaft Wechmar noch punktlos. „Diese drei Teams scheinen die beiden Absteiger unter sich auszumachen“, vermutet Wolff.

Beim nächsten Spieltag in Wechmar (7./8.11) geht es für Fahrdorf gegen den SB Broistedt (Wolff: „Die sind zu stark“) und gegen den langjährigen Bundesliga-Konkurrenten SV Falke Dasbach. „Da kann man sich etwas ausrechnen“, sagt der Coach.

Ergebnisse: www.bundesliga.dsb.de

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