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Siebenm,eter kurz vor Schluss bringt die Entscheidung : SIF auf der Zielgeraden abgefangen

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die zweite Niederlage im dritten Saisonspiel mussten jetzt die Handballerinnen von Schleswig IF hinnehmen. In heimischer Halle unterlag der Schleswig-Holstein-Ligist dem Lauenburger SV knapp mit 27:28 (14:14).

Damit rangiert das Team von Trainer Timo Piontek mit 2:4 Punkten auf dem achten Tabellenplatz.

Zuletzt hatte es für die Schleswigerinnen beim VfL Bad Schwartau eine 25:30-Niederlage gegeben. Gegen die favorisierten Lauenburgerinnen fehlten Piontek nun auch noch Svenja Discher, die aus privaten Gründen aufgehört hat, und die beruflich verhinderte Torhüterin Ulrike Barten. Zudem ging Melanie Puttins noch nicht hundertprozentig fit ins Spiel.

„Wir wollten mit einer anderen Präsenz starten, denn in Bad Schwartau haben wir uns sehr schlecht verkauft“, erklärte Piontek – und seine Mannschaft hörte auf ihn. Schon früh zeigte sich, dass es eine enge Angelegenheit werden würde. Die Schleswigerinnen packten von Anfang an in der Abwehr beherzt zu, hatten allerdings immer wieder Probleme mit der LSV-Rechtsaußen Suelin Demir. Keines der beiden Teams konnte sich wirklich bedeutend vom Gegner absetzen. Der LSV führte bei 8:5 und 10:7 zwar jeweils mit drei Toren – was auch an der ausbaufähigen SIF-Chancenverwertung lag. „Fünf Hundertprozentige“ habe sein Team in dieser Phase ausgelassen, ärgerte sich Piontek unter anderem über zwei missratene Tempogegenstöße und zwei verworfene Siebenmeter. Dennoch blieben die Gastgeberinnen hartnäckig, trotzten auch den stets gefährlichen Rückraumwürfen von LSV-Mitte Sarah Lemmermann und verdienten sich den 14:14-Pausenstand.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung spannend und ausgeglichen. Während die SIF-Frauen über ihr bewegliches und schnelles Angriffsspiel zum Erfolg kamen, blieben die Gäste vor allem aus dem Rückraum unbequem. Einige Überzahlsituationen spielten die Schleswigerinnen nicht konsequent zu Ende, verpassten den rechtzeitigen letzten oder vorletzten Pass und gerieten beim 21:23 wieder mit zwei Toren in Rückstand. Mit Kampfgeist und Moral drehten sie aber die Partie, gingen beim 25:24 erstmals selbst in Führung – und hatten Pech, dass sie zweimal den Pfosten trafen und nicht nachlegen konnten. Beim Stand von 27:27 (59.) stand das Spiel auf des Messers Schneide – und wurde eine halbe Minute vor Schluss durch einen laut Pinotek „dankbaren Siebenmeter“ für Lauenburg entschieden. Das Fazit des Trainers fiel dennoch weitgehend positiv aus: „Mannschaftlich war das eine sehr ansprechende Leistung. Natürlich waren dort aber viele Kleinigkeiten, an denen wir arbeiten können und wollen.“ Leichter wird es in Zukunft nicht, zumal mit Celine Kuhnt Laura Schmidt und Svenja Discher drei Leistungsträgerinnen das Team verlassen. Nächster SIF-Gegner ist am Sonnabend, 10. Oktober, auswärts der MTV Herzhorn (18.30 Uhr).


Schleswig IF (Tore in Klammern): Gutjahr, Christiansen – Clausen (7), Kasischke, Thede (6), Puttins (2), Behnke (5), Schmidt, Thede, Mitzkus, Brandt (1), Kuhnt (6), Lübker.


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erstellt am 29.Sep.2015 | 07:00 Uhr

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