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Handball : Sieg war einen Schnappschuss wert

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schleswig IF besiegte im Derby der SH-Liga der Frauen die HSG Tarp-Wanderup mit 30:28. Hohes Tempo und eine große Trefferquote prägte das Spiel inder ersten Hälfte.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2015 | 07:51 Uhr

Die Handball-Frauen von Schleswig IF haben nach einer starken kämpferischen Leistung das SH-Liga-Derby gegen Schlusslicht HSG Tarp-Wanderup mit 30:28 (20:17) gewonnen und stehen nach fünf Spielen mit einem ausgeglichenen Punktekonto (5:5) auf dem siebten Tabellenplatz. „Wir haben kleine Schwächen in der Startaufstellung durch eine gute Bank ausgeglichen. Wir werden es nach unseren Abgängen in keinem Spiel einfach haben, aber wir können an guten Tagen jeden Gegner vor große Probleme stellen“, kommentierte Trainer Timo Piontek die Partie mit den zwei ungewöhnlichen Hälften. In den ersten 30 Minuten war hohes Tempo im Spiel und es wurde auf beiden Seiten nicht lange gefackelt. Bis zum 11:14 lag der Gast in Führung, dann kam die Wende. Über 15:15 und 18:16 ging es mit 20:17 in die Kabine. 37 Tore in Hälfte eins, das ist eine Menge Holz. Tempo und Trefferquote wurden von beiden Teams im zweiten Durchgang nicht mehr gehalten. „Es gab viele technische Fehler auf beiden Seiten. Das Ergebnis von 10:11 im Gegensatz zu 20:17 macht es deutlich“ , analysierte Piontek.

Dennoch kam sein Team stark aus der Pause. Auch Spielerinnen, die von der Bank gekommen sind, übernahmen Verantwortung. Stella von Ramm aus der weiblichen Jugend A erzielte in ihren ersten SH-Liga-Minuten zwei schöne Tore von Rechtsaußen. Neben der deutlichen Abwehrsteigerung mit einem starken Innenblock durch Tamara Mitzkus und Astrid Kasischke waren die große Laufbereitschaft im Angriff der Schlüssel zum Erfolg. „Das hat uns immer wieder in gute Wurfpositionen, weil Tarp in der Seitwärtsbewegung oft einen Schritt zu langsam war“, erklärte der SIF-Coach. Lea Clausen verwandelte sehr souverän sechs von sieben Siebenmetern und erzielt insgesamt 13 Tore. Nach dem 25:23 steuerte Michelle Lübker drei wichtige Tore zum Gesamterfolg bei. „Da war absoluter Wille spürbar. Das war ein großer Schritt nach vorne bei ihr“, lobte Piontek seine Spielerin, die „in den ersten Partien doch sehr viel Pech“ hatte. Beim 29:22 war dann die Vorentscheidung gefallen, auch wenn die Schleswigerinnen in den letzten Minuten unglücklich agierten und noch einige Bälle unnötig der HSG überließen. „In 1:1-Situationen wurde nicht mehr mit hundert Prozent verteidigt“, meinte ein dennoch zufriedener Timo Piontek. Der Sieg war nicht mehr in Gefahr.

Schleswig IF: Lea Clausen (13/6); Lisa Thede (4); Melanie Puttins (3); Anna Thede (2); Tamara Mitzkus (1); Michelle Lübker (4); Lisann Schmidt (1); Stella von Ramm (2); Bodil Brandt; Stine Barz; Astrid Kasischke.

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