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Handballerinnen von Schleswig IF sind weiter : Sicherer Pokalerfolg und viele Abschiedstränen

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein lockerer Auftakt, ein schweres Spiel und eine tränenreiche Verabschiedung prägten das Pokal-Wochenende der Handball-Frauen von Schleswig IF – das Team von Trainer Timo Piontek steht in Runde drei.

Mit zwei Siegen – 24:12 (12:6) gegen den Suchsdorfer SV und 28:25 (16:16) gegen den Wellingdorfer SV – erreichte die Mannschaft von Trainer Timo Piontek die dritte Runde im Pokal auf Landesebene. „Das Tagesziel erreicht“, kommentierte Piontek kurz und bündig. Die Freude über das Weiterkommen war groß, die Emotionen bei der anschließenden Verabschiedung von Celine Kuhnt und Laura Schmidt noch größer. Beide Spielerinnen verlassen Schleswig aus Studiengründen. Celin Kuhnt (27) studiert in München, Laura Schmidt (22) in Marburg, beide Medizin. Zum Abschied wurden den beiden eine Bilder-Collage mit den Höhepunkten ihrer Karriere überreicht. „Eventuell wird Laura Schmidt noch am Wochenende zur Verfügung stehen“, hofft Piontek auf ihren Einsatz. Schließlich ist der Weggang der beiden „sportlich schon ein sehr herber Verlust.“ „Das hinterlässt eine große Lücke“, sagt der Trainer.

Der sportliche Erfolg in der zweiten Pokalrunde ist schnell erzählt. In den auf 2 x 25 Minuten verkürzten Partien hatte Schleswig IF gegen die nur mit acht Spielerinnen angereisten Suchsdorferinnen aus der Landesliga Mitte keine Mühe. „Ein Spiel ohne Spannung auf schlechtem Niveau“, meinte Coach Piontek zu der Partie, die mehr Trainingscharakter hatte und in der alle Spielerinnen zum Einsatz kamen. Über 12:6 zur Pause steuerte der Gastgeber einem sicheren 24:12-Erfolg entgegen. Lisann Schmidt, die aus der Zweiten jetzt in den Kader der Ersten aufrückte, lief konsequent Gegenstöße. Dazu kam eine Michelle Lübker, die in der zweiten Hälfte fünf Tore über die erste Welle erzielte.

Schleswig IF: Christiansen, Barten – Lisann Schmidt (3), Clausen (2), Kasischke (1), Thede (2), Puttins, Behnke (2), Schmidt (3), Anna Thede (4), Mitzkus, Lübker (5), Kuhnt (2)


In der zweiten Partie besiegte der Wellingdorfer SV das Team Holsteinische Schweiz II mit 21:17 (10:9). Im Finale lief es für das SIF-Team bis zum 14:10 recht rund, erst eine Zeitstrafe kurz vor der Pause sorgte für einen Bruch im Spiel – Wellingdorf glich zum 16:16 aus. Nach der Pause spielte der Landesligist stark auf und witterte eine Überraschung. Beim 21:21 wurde ein klares Tor für SIF nicht gegeben. Der Torschiedsrichter hatte als einziger den Ball hinter dem Tor gesehen. Eine kleine Rangelei und eine kurze Missstimmung im Team sorgten für den nötigen Ruck. „Meine Spielerinnen fühlten sich ungerecht behandelt und schalteten auf zickig um“, meinte der SIF-Coach. „Das ist besser als jede Auszeit.“ Von da an war der 28:25-Pokalerfolg nicht mehr gefährdet. Immer wieder wurde Kuhnt freigespielt, die sich mit elf Toren in ihrem letzten Spiel verabschiedete.


SIF: Barten, Gutjahr – Lisann Schmidt, Clausen (4), Kasischke (1), Lisa Thede (5), Puttins (2), Behnke (4), Schmidt, Thede, Mitzkus, Lübker (1), Kuhnt (11).

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erstellt am 06.Okt.2015 | 07:45 Uhr

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