Handball : SG bereit für das Rückspiel mit Celje

Kompromisslose SG-Defensive: Tobias Karlsson (r.) im „Ringkampf“ mit Benjamin Meschke. Links Michael Knudsen.
Kompromisslose SG-Defensive: Tobias Karlsson (r.) im „Ringkampf“ mit Benjamin Meschke. Links Michael Knudsen.

Flensburg-Handewitt fegt den Bergischen HC mit 34:15 aus der Halle und hofft nun auf die Unterstützung der Fans in der „Königsklasse“.

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28. März 2014, 08:03 Uhr

Pflicht erfüllt, jetzt steht die Kür in der Champions League im Fokus. Mit dem 34:15 (17:8) über den Bergischen HC setzte die SG Flensburg-Handewitt ihre Erfolgsserie in der Handball-Bundesliga fort und will nun am Sonnabend (17.30 Uhr, Flens-Arena) im Achtelfinal-Rückspiel der „Königsklasse“ mit einem Sieg über den RK Celje das Viertelfinal-Ticket buchen. „Das war heute ein unglaublich gutes Spiel von uns“, lobte Trainer Ljubomir Vranjes sein Team. „Ich bin beeindruckt, wie konzentriert und diszipliniert die Mannschaft aufgetreten ist. Aber gegen Celje bauchen wir die volle Unterstützung der Fans. Das wird ein ganz anderes Spiel“, prognostizierte der 40-jährige Schwede.

Der hohe Sieg über den BHC hatte für Vranjes in der Tat nur wenig Aussagekraft. Zu schnell hatte sich der in allen Belangen unterlegene Aufsteiger in sein Schicksal gefügt und nach der klaren Flensburger Pausenführung im zweiten Durchgang jegliche Gegenwehr eingestellt. Das monierte auch BHC-Trainer Sebastian Hinze, dem der Auftritt seiner Mannen in der Flens-Arena überhaupt nicht gefallen hatte: „Da war viel zu wenig Körpersprache und Aggressivität. „Wir müssen uns mehr dagegen stellen, den Kampf annehmen und aggressiver sein in der Abwehr.“

Die Attribute, die Hinze bei seiner Mannschaft vermisst hatte, zeichneten einmal mehr die SG Flensburg-Handewitt aus. „Gute Abwehr, gute Torhüter – davon haben wir mit Tempogegenstößen profitiert“, analysierte Mannschaftskapitän und Abwehrchef Tobias Karlsson kurz und knapp. Als die Flensburger nach durchwachsenem Start (4:4 in der 6. Minute) langsam auf Betriebstemperatur kamen, erging es dem Bergischen HC genauso wie eine Woche zuvor dem VfL Gummersbach. Blitzschnell war die SG enteilt und das Spiel schon beim Seitenwechsel entschieden. „Wir haben uns von der aggressiven SG-Defensive schnell aus dem Konzept bringen lassen“, gestand der Ex-Flensburger Viktor Szilagyi, der an alter Wirkungsstätte vergeblich versucht hatte, Struktur in die Angriffsaktionen der Oberbergischen zu bringen. Seine ehemaligen Mannschaftskameraden hatten die Finten des Österreichers nicht vergessen. So blieb Szilagyi ebenso wirkungslos wie der gesamte Rückraum der Gäste. „Wir haben Fehler gemacht, und die SG hat sie gnadenlos bestraft“, konstatierte Hinz.

„Abwehr mit Spaß, Angriff mit Spaß und zwei Torhüter, die Leistung bringen. Es ist unnötig, mehr zum Spiel zu sagen“, meinte Vranjes, der bedauerte, dass er Drasko Nenadic nicht hatte einsetzen können. Der gerade von einem Meniskus-Anriss genesene Rückraumspieler hatte zwei Tage mit Fieber im Bett gelegen. „Das Spiel heute hätte ihm gut getan“, meinte Vranjes im Hinblick auf die noch fehlende Spielpraxis seines Halblinken. Dennoch: Die SG ist bereit für die „zweite Halbzeit“ mit dem RK Celje, in der es ein 25:26 aus dem Hinspiel zu korrigieren gilt. „Wir möchten in die nächste Runde, es wäre toll, wenn die Halle voll wäre“, wünscht sich der Trainer. Denn die Slowenen sind ein Gegner von anderem Format als am Mittwoch der Bergische HC. Für beide Teams steht nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich viel auf dem Spiel. Das weiß auch Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Man hat gesehen, welche Atmosphäre in Celje geherrscht hat. Deshalb kann ich mich Ljubo nur anschließen, denn wir wollen den nächsten Schritt in Richtung Köln machen.“ Karten gibt es noch genügend in allen Kategorien.

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