TSV Kropp hat keine mühe beim 4:0 gegen heikendorf : Schon seit 460 Minuten ohne Gegentreffer

„Zur Strecke gebracht“ wird Kropps Maximilian Petersen von Thomas Borreck (links) und Leif Celik (am Boden).
Foto:
„Zur Strecke gebracht“ wird Kropps Maximilian Petersen von Thomas Borreck (links) und Leif Celik (am Boden).

Die Qualifikation für das Hallen-Masters ist verpasst - und die Fußballer des TSV Kropp hauen sich richtig rein. Das 4:0 gegen den Heikendorfer SV war der fünfte Sieg in Folge.

shz.de von
18. November 2013, 05:25 Uhr

Die Aufholjagd der Fußballer des TSV Kropp in der Schleswig-Holstein-Liga geht weiter. Gegen das Schlusslicht Heikendorfer SV ließ sich die Mannschaft von Trainer Dirk Asmussen nicht beirren und fertigte den Kontrahenten mit 4:0 (2:0) ab. So ganz nebenbei stellten die Rot-Schwarzen einen neuen Vereinsrekord auf. Nach dem fünften „Zu-Null-Sieg“ in Serie hält der Kropper Beton nunmehr stolze 460 Minuten.

Über die Stadionmikrofone wurden die Zuschauer über den Rekord informiert, der Protagonist dieser Serie, Keeper Philipp Reinhold, schnappte sich somit die alte Bestleistung von Andreas Wulff aus dem Jahr 2007. Den Fluch der guten Tat musste Reinhold jedoch ganz allein bekämpfen: Gegen Heikendorf war der TSV-Torwart völlig beschäftigungslos, durfte sich lediglich bei einer einzigen Flanke verdingen und fror bei nasskaltem Wetter von allen Anwesenden wohl am meisten.

Seine Vorderleute hatten es derweil besser, durften sie ihren Bewegungsdrang doch ungebremst ausleben. Konzentriert kamen sie ihrer Favoritenrolle nach und ließen dem kleinen HSV von Beginn an keine Zeit zum Luftholen. Somit entwickelte sich eine gänzlich einseitige Partie, in der es allein um die Höhe des Sieges ging: „Meine Mannschaft hat die Vorgaben sehr gut umgesetzt“, sagte Dirk Asmussen. „Mit Einstellung, Laufbereitschaft und spielerischen Akzenten haben wir schnell alle Zweifel beseitigt.“

In der Tat war die Messe rasch gelesen: Torjäger Finn Langkowski (2.) und Fabian Schelper (9.) nutzten gleich die ersten Möglichkeiten zur beruhigenden 2:0-Führung. Die Hoffnungen der Gäste waren somit zerstoben, das Hauptaugenmerk der Mannschaft des Ex-St. Pauli-Keepers Patrik Borger lag nunmehr auf Schadensbegrenzung. Eben dies gelang nur leidlich, mit etwas mehr Glück im Abschluss hätten die Gastgeber das Ergebnis frühzeitig in die Höhe treiben können.

Kurz nach Wiederbeginn legte Kapitän Finn Matthes das 3:0 nach (49.), den Schlusspunkt setzte abermals Langkowski mit dem 4:0-Endstand (74.). „Ein hoch verdienter Sieg, basierend auf einer guten Leistung“, zog Asmussen ein positives Fazit.

Der fünfte „Dreier“ in Serie nach zuvor acht sieglosen Begegnungen veranlasste Dirk Asmussen zudem zu einem interessanten Vergleich: „Zum gleichen Zeitpunkt der Saison hatten wir in den Vorjahren regelmäßig Durchhänger. Stets nach der Qualifikation für das Hallenmasters kam ein Einbruch, viele Spieler nahmen instinktiv einen Gang raus, um keine Verletzung zu riskieren. Nun, da wir die Quali verpasst haben, ziehen alle Akteure voll durch – die guten Ergebnisse sprechen für sich.“

TSV Kropp: Reinhold - Sievers (75. Merz), Henke, Gieseler, Schelper, Matthes, Röh, Petersen, J. Vogt, Schwennsen (75. Waschewski), Langkowski (75. Zöchling).

Heikendorfer SV: Schliewe - Rex, J. Wieland, von Levern, Hoerhold, Trepca, Kaiser, A. Wieland (58. Philipkowski), Schwantes (69. Mangelsen), Borreck, Celik (58. Bange), Obels.

Zuschauer:110.

Schiedsrichter: Quednau (Sereetz).

Beste Spieler: Langkowski/.-

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen