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Schönheitskonkurrenz unter Segeln

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60 elegante Meter-Yachten beim Robbe & Berking Sterling Cup und bei der 6mR-Weltmeisterschaft am Start

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Glücksburg | "Für einen solchen Anblick wäre ich früher weit gereist", sagte Ausrichter Oliver Berking noch vor seinem Urlaub mit erstauntem Blick auf die Meldeliste der kommenden zwei klassischen Segel-Highlights auf der Flensburger Förde. "Inzwischen würde ich sagen, ich wäre ganz, ganz weit gereist. Gleich 60 Meter-Yachten, das haben wir noch nie gehabt. Das ist atmenberaubend," schwärmt Klassik-Liebhaber und Werftchef Berking. Auch Claus-Otto Hansen vom Flensburger Segel-Club (FSC) ist fasziniert. "Ein traumhaftes Ergebnis", erklärt der Wettfahrtleiter des Robbe & Berking Sterling Cups (2.-4. August) und der anschließenden Weltmeisterschaft der 6mR-Klasse (4.- 8. August).

Gastgeber sind die Robbe & Berking Yachtmanufaktur, der Flensburger Segel-Club und die International 6mR Association (ISMA). Als bewährtes Team richten Berking und der FSC nun schon seit über zehn Jahren Regatten der legendären Meterklasse-Yachten aus. "Da sind schon einige Europa- und Weltmeisterschaften in unserer gemeinsamen Karriere zusammengekommen", sagt Berking.

Und selbstverständlich sind auch eine ganze Reihe von Sterling Cups dabei gewesen. Der Cup 2013 beginnt am Freitag (Start 13 Uhr) in den Klassen 12mR (8 Schiffe), 6mR (33) und 5,5 mR (18). Exakt 59 Meldungen aus neun Nationen liegen vor. Vertreten sind England, Schweden, Finnland, Dänemark, Schweiz, USA, Kanada, Norwegen und Deutschland. Bei den Sechsern gibt es zwei Divisionen, Classic und Modern. Die längste Anreise hatten wohl die Kanadier auf sich genommen. Sie stellen mit ihrem Sechser "Galant" von Erik Jesperrson, den amtierenden Vizeweltmeister der Classic-Division und WM-Titelträger von 2009 vor Newport/USA. Titelverteidiger ist die finnische "Sara af Hangö" von Henrik Temström. In der Division der "Modern" liegen neun Meldungen vor.

Allein aus Deutschland gehen sieben 6er an den Start, fünf in der "Classic Division" und zwei bei den "Modern". Mit dabei der erfolgreichste deutsche 6mR-Segler Albert Batzill. Als Skipper segelt er die "Courage IX" von Dietrich Grünau (Bodensee) und wurde bereits zweimal Weltmeister (2005/2007) und zweimal Europameister (2006/2008). Beim Yacht Club Langballigau beheimatet ist die "Steam" von Thorsten Thelen. Eine alte Bekannte an der Förde ist "Aida" (2006) von Dr. Björn Storsberg vom Arnisser Segel-Club.

Am Start sind auch zwei der drei 6er-Neubauten aus der Berking-"Yachtschmiede". Die "Siesta" und die "Nirvana" starten unter dänischer Flagge. Der dritte soeben fertig gestellte Neubau wird bei der WM-Eröffnungspartie vor 600 Gästen in der Werfthalle als Dekorationsstück zu bewundern sein.

Ein großes Feld interessanter Namen hat sich in der 5,5er-Szene zusammengefunden. Marcus Wieser als Vertreter von Mitsponsor BMW gehört in der Modern-Klasse zu den Favoriten. Ulrich Ellerbeck, Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs (KYC) hat sich Olver Schwall (mehrfacher Tornado-Weltmeister) als Steuermann ins Boot geholt. 5,5er-Erfahrung hat der 46-jährige gebürtige Kieler "null Komma null". "Aber man wird sehen, wie wir zurechtkommen", sagt Schwall. "Ich setze sehr darauf, dass meine Mitsegler sich um die Einstellung des Bootes kümmern, und ich mich auf das Steuern konzentrieren kann." Der mehrfache Drachen-Weltmeister Thomas Müller ist mit der "Sinewave 5.5" ebenso am Start, wie der Vorsitzende des Norddeutschen Regattavereins (NRV), Andreas Christiansen. Selbstverständlich darf in dieser Riege der Vereinschefs der FSC-Vorsitzende nicht fehlen. Jochen Frank steuert in der 12er-Konkurrenz die Flensburger "Sphinx", während sich Oliver Berking "ganz gemütlich" von seiner 9-M-Commuter-Yacht dem Anblick der Schönheiten widmen wird - weit reisen braucht er dafür wirklich nicht.Infos und Zeitplan: www.fsc.de

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