9. Schleswiger Treppenlauf : Regnerisches Rennen über 1000 Stufen

Endspurt: Sieger Patrik Stein (re.) vom Borener SV zog an der letzten Treppe an Innes Kistner vom siegreichen Duo „Pinkies“ vorbei.
Endspurt: Sieger Patrik Stein (re.) vom Borener SV zog an der letzten Treppe an Innes Kistner vom siegreichen Duo „Pinkies“ vorbei.

Beim 9. Schleswiger Treppenlauf holte sich Patrik Stein den Pflasterstein. Schnellster Frau war Sandra Kiesow.

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17. September 2019, 18:04 Uhr

Schleswig | Die einen nehmen gleich zwei Stufen mit einem Schritt, andere tippeln mit flinken Schritten Stufe für Stufe nach oben, aber so mancher schaltet auch vom Laufschritt ins Gehen um und lässt es an der Treppe etwas ruhiger angehen. Der 9. Schleswiger Treppenlauf demonstrierte einmal mehr, wie unterschiedlich verschiedene Läufertypen mit der Herausforderung der Lollfußtreppe umgehen können.

Zehn Runden mit 1000 Stufen

Der steile Anstieg zwischen dem Lollfuß und der Michaelisallee mit seinen 100 Stufen ließ an einem regnerischen Spätsommertag den Puls vieler Läufer noch oben schnellen und die Lungen rasseln. Wer sich im Alleingang dem Treppenlauf stellte, hatte nach zehn Runden insgesamt 1000 Stufen und eine Gesamtstrecke von sechs Kilometern in den Beinen.

Bei der sehr beliebten Duo-Variante teilten sich zwei Aktive die Strecke im ständigen Wechsel, sodass jeder nur fünf Mal die Treppe hinauf rennen musste und dort dann auch kurz verschnaufen durfte. Ein wenig durchatmen konnten aber auch die Einzelkämpfer auf der Bergabpassage in der Michaelisallee, die nach den Stufen stets wartete. Insgesamt über 60 Läuferinnen und Läufer stellten sich allein oder mit Duo-Partner dem kultigen Rennen mit Berglauf-Feeling im Norden.

Die schnellste Frau: Sandra Kiesow aus Noer. Fotos: npb
Die schnellste Frau: Sandra Kiesow aus Noer. Fotos: npb
 

Mit Sandra Kiesow aus Noer an der Eckernförder Bucht gewann bei den Frauen eine Athletin, die das Bergauflaufen zu ihrem Lieblingssport gemacht hat. Die Ausdauersportlerin nimmt regelmäßig an Marathonrennen der Sky-Serie in Südeuropa teil, bei denen das Ziel stets auf einem Berggipfel liegt. „Das liegt mir, immer weiter nach oben zu laufen. Aber bei den Marathonrennen hat man mehr Strecke und mehr Zeit. Der Treppenlauf ist da schon was ganz anderes“, erklärte Kiesow, die in Schleswig nach 36:35 Minuten als Siegerin das Ziel erreichte. Inken Johannsen (STV Sörup/38:03 Min.) und Lokalmatadorin Elke Thomsen (Spiridon Schleswig/ 39:43 Min.) folgten mit klarem Abstand auf den weiteren Podiumsplätzen.

Stein siegt mit großem Vorsprung

In der Männerkonkurrenz setzte sich Patrik Stein vom Borener SV in 27:52 Minuten mit großem Vorsprung vor Sönke Johannsen (STV Sörup/30:40 Min.) durch, der seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr wiederholte, ehe Florian Kowalczyk (LK Weiche/ 33:27 Min.) als Dritter folgte. Mit seinem ersten Sieg beim Treppenlauf sicherte sich Patrik Stein den als Siegerpreis ausgelobten Pflasterstein.

Auf der letzten Runde konnte der 34-jährige BSV-Läufer sogar noch am schnellsten Duo des Tages vorbeiziehen. Beim zehnten Treppenanstieg überholte er Innes Kistner, der gemeinsam mit Jannes Siercks das Duo „Pinkies“ bildete. Die beiden Radsporttalente aus Schleswig bewiesen beim Treppenlauf, dass sie auch ohne Mountainbikes schnell einen Berg bezwingen können. In 27:56 Minuten ließen sie alle anderen Zweier-Teams hinter sich. Das Schleswiger Paar Silvana Stief und Ralf Urbschat folgte nach 28:44 Minuten als bestes Mixed-Duo. Auch der Sieg bei den Damen-Duos blieb in der Kreisstadt. Sventje Liesegang und Eva Palm vom TSV Schleswig gewannen hier in 36:00 Minuten.

Positives Fazit

„Die Beteiligung geht weiter nach oben, die Stimmung war gut, und trotz des Regens ist keiner ausgerutscht. Wir sind sehr zufrieden“, bilanzierte Arne Hansen vom Veranstalter Spiridon Schleswig.

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