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TSV Rabenkirchen-Faulück : Nach Kopfnuss-Attacke: Schiedsrichter erstattet Anzeige

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der von einer Kopfnuss niedergestreckte Schiedsrichter Marcus Meyer (VfB Schuby) wird gegen den Spieler des TSV Rabenkirchen-Faulück zivilrechtliche Schritte einleiten.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2013 | 10:06 Uhr

Habertweet | „Eine Anzeige ist bereits erstattet“, erklärte Meyer. Der Schiedsrichter war nach einer brutalen Attacke (wir berichteten) auf dem Sportplatz in Habertwedt zusammengesunken und erlitt einen Bruch der Nasenpyramide, der in der kommenden Woche operiert werden muss. Der Schiedsrichter-Lehrwart des Kreisfußballverbandes Schleswig-Flensburg war nach eigenen Angaben nach der Kreisklassen-Partie (A2) des TSV Rabenkirchen-Faulück gegen den TSV Süderbrarup II (2:2) von dem Spieler des Gastgebers „zwischen Abpfiff und Sportgruß zunächst beleidigt“ worden. „Ich habe ihm daraufhin die Rote Karte gezeigt und mich abgedreht“, erklärte Meyer. „Dann baute sich der Spieler vor mir auf und versetzte mir den Stoß.“ Meyer sackte bewusstlos zu Boden, der Spieler entfernte sich in Richtung Parkplatz.

Die Aktiven beider Mannschaften, Zuschauer und die anwesenden Vorstandsmitglieder des TSV Rabenkirchen zeigten sich entsetzt über die Tat. Paul Scheidmann, Vorsitzender des TSV Rabenkirchen-Faulück, und sein Stellvertreter Gerd Hagen waren sich einig: „Der Spieler fliegt aus dem Verein“. Allerdings wollen sie mit der Entscheidung warten, bis das Sportgericht geurteilt hat. Andernfalls wäre der Täter vereinslos und könnte sportgerichtlich nicht belangt werden, so ihre Erklärung. Ein Platzverbot gab es aber sofort.

Auch für Bernd Bleitzhofer ist die Attacke auf den Schiedsrichter ein „höchst bedauerlicher Vorgang“. „Der Verband wird über das Kreisgericht die entsprechenden Schritte einleiten. Wir werden weiterhin versuchen, durch Prävention Einfluss zu nehmen und Signale zu setzten“, sagte der Vorsitzende des KFV Schleswig-Flensburg.

Marcus Meyer hat in seinen 18 Jahren als Schiedsrichter einen solchen körperlichen Angriff auf die Gesundheit noch nicht erlebt. „Klar wird man mal angemacht, aber dieses Verhalten sprengt absolut den Rahmen“, sagte Meyer, der aber nach der Operation „Ende September oder Anfang Oktober wieder mit der Pfeife auf dem Platz stehen“ will. „Davon lasse ich mich nicht unterkriegen.“

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