zur Navigation springen

fussball : Mit breiter Brust und kühlem Kopf

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schleswig 06 will nach dem Derby-Erfolg auch dem Spitzenreiter TSB Flensburg Paroli bieten

Das Derby gegen Friedrichsberg ist gespielt und gewonnen. „Jetzt geht es wieder von vorne los“, sagt 06-Trainer Ralf Christiansen. „Wir haben uns alle über den Erfolg gefreut, aber das muss es auch sein.“ Bei Verbandsligist Schleswig 06 ist wieder der Fußball-Alltag eingekehrt, der aber nach dem Sieg im Kreispokal gegen die FSG Schleidörfer (8:0) mit dem TSB Flensburg als nächsten Gegner doch wieder etwas besonderes zu bieten hat. Der TSB ist der Meisterschaftsfavorit und noch ungeschlagen. „Das sind wir auch“, unterstreicht Teamleiter Guido Nett vehement bei seinem Anruf wegen der Anstoßzeit. 15 Uhr am Sonntag, Schleswig gegen Flensburg, anders als es im Netz kursierte. Das Heimrecht wurde getauscht, weil auf dem Eckener Platz in Flensburg gebaut wird.

Sei es drum, am Schützenredder dürfte man sich nach dem Derby wieder auf eine größere Kulisse freuen. Der TSB Flensburg zieht Zuschauer an. Und der TSB zieht sportlich seine Kreise. Fünf Spiele, 15 Punkte und 18:3-Tore allesamt auf fremden Plätzen – das kann sich sehen lassen.

Besondere Gegner fordern besondere Maßnahmen – Ralf Christiansen hat nach den Erkenntnissen, die er aus der Beobachtung der Partie des Spitzenreiters beim Aufsteiger TV Grundhof (2:1) gewonnen hatte, entsprechende Überlegungen angestellt. „Der TSB lässt sich nicht beirren und spielt seinen Stiefel runter. Grundhof hielt 60 Minuten dagegen, meinte dann ein Tor machen zu müssen und kassierte zwei“, hatte Christiansen sich notiert. „Wir dürfen nicht den Fehler begehen, unbedingt ein Tor machen zu müssen.“

Im Klartext heißt das, hinten kompakt stehen und abwarten. „Ich könnte mir vorstellen, zwei zusätzliche defensive Spieler im Mittelfeld einzusetzen und mit einer Spitze zu spielen“, sagt Christiansen. „Und dann werden wir sehen, wie der TSB reagiert.“ Ob von Beginn an Niko Erichsen in der Sturmspitze agieren wird, ließ der 06-Coach offen. „Vielleicht bringe ich ihn auch später.“

Personell kann Christiansen auf den gesamten Kader zurückgreifen. Auch Torhüter Dennis Schweinert steht nach dem Abschluss seiner beruflichen Prüfungen wieder zur Verfügung. Schweinert wird die nächsten fünf Partien nach dem TSB-Spiel Torhüter Johnny Nestler ablösen, der wegen seines Studiums fehlen wird. Schweinert ist durchaus zuversichtlich, was die Partie gegen den TSB betrifft. Er tippt auf einen 2:1-Sieg seiner Mannschaft. Auch Trainer Christiansen ist optimistisch. Das Motto: Mit breiter Brust auflaufen und kühlen Kopf bewahren. „Wenn unsere Taktik aufgeht, ist alles möglich.“

zur Startseite

von
erstellt am 23.Aug.2014 | 06:49 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert