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erfolgreiche triathlon-saison für borener athleten : Marc van de Bergh nicht zu bremsen

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Langdistanz-DM in Roth und Halb-IronMan-WM in Zell am See: Der Borener Triathlet hat eine erfolgreiche Saison hinter sich. er knackt die Zehn-Stunden-Marke auf der Langdistanz in 9:54:43 Stunden.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2015 | 06:00 Uhr

Mit seinem erfolgreichen Start beim IronMan 70.3 im österreichischen Zell am See hat Triathlet Marc van de Bergh seine Saison 2015 glücklich abgeschlossen. Er stellte sich zwei harten Herausforderungen und ließ sich dabei auch von Rückschlägen nicht stoppen. Der 39-Jährige vom Borener SV bewältigte in Roth die Triathlon-Langdistanz (3,8 km Schwimmen – 180 km Rad – 42,195 km Laufen) und beendete die Wettkampfsaison nun auf der halben IronMan-Distanz (1,9 km – 90 km – 21,1 km) beim IronMan 70.3 in den Alpen, bei dem sich Ex-Olympiasieger Jan Frodeno den Weltmeistertitel sicherte.

Bei seinen Saisonhighlights musste Marc van de Bergh nicht nur die langen Distanzen bewältigen, sondern auch Schwierigkeiten überwinden, die sich seinen sportlichen Zielen unverhofft in den Weg stellten. Nachdem er sich beim Wanderup-Triathlon in der Vorwoche beim Schwimmen eine Schnittwunde am Fuß und nach einem leichten Radsturz auch noch Schürfwunden an den Beinen zugezogen hatte, stand für den BSV-Triathleten die Teilnahme am Saisonfinale lang auf der Kippe. „Ich war in der Woche quasi nur damit beschäftigt, meine Wunden zu versorgen“, beschreibt van de Bergh die letzten Tage vor dem Start, den er dann aber doch als Aktiver erlebte. Nach dem Schwimmen wartete das Radfahren, bei dem ihm die Fußwunde besonders zu schaffen machte. „Da der Radschuh keine Polsterung hat, merkte ich das schon und konnte nicht so viel Druck machen, auf den schnellen Abfahrten war ich auch eher verhalten“, berichtet der Mann von der Schlei über seine 90 Radkilometer in den Alpen, auf denen er deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb. Mit einem schnellen Halbmarathon (1:35 Std.) in der Sommerhitze kämpfte sich Marc van de Bergh aber in der letzten Disziplin weiter nach vorn und erreichte das Ziel in Zell am See schließlich nach 4:54:29 Stunden als 91. der Gesamtwertung (25. Platz AK M  35). „Wenn ich bedenke, wie ungewiss der Start war, bin ich mit dem Ergebnis schon zufrieden“, bilanzierte Marc van de Bergh.

Sein Topergebnis der Saison hatte der ausdauerstarke Crack aus dem Norden ohnehin schon einige Wochen zuvor abgeliefert. Auf der Langdistanz bei der „Challenge Roth“ unterbot van de Bergh mit seiner bislang besten Zeit erstmals die Zehn-Stunden-Marke über die längste offizielle Triathlondistanz. Nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen erreichte er nach 9:54:43 Stunden das Ziel des Klassikers in Franken, in dessen Rahmen auch die Deutschen Meisterschaften ausgetragen wurden. In der Meisterschaftswertung erkämpfte Marc van de Bergh als bester Schleswig-Holsteiner den 83. Platz der Männer-Gesamtwertung (18. M  35). In der Gesamtwertung des weltweit teilnehmerstärksten Langdistanz-Triathlons landete der Ausdauersportler von der Schlei damit auf dem 178. Platz (40. M  35) der 2305 männlichen Finisher.

Bevor van de Bergh die Gänsehautstimmung beim Zieleinlauf im Rother Stadion genießen durfte, musste der erfahrene Triathlet auch dort nicht nur sportliche Schwerstarbeit verrichten, sondern einige andere Hürden meisterten, die ihm auf dem 226 km langen Weg vom Kurs abzubringen drohten. Doch selbst eine Problemreihe mit gelockertem Zeitmess-Chip beim Schwimmen, eine Zeit kostende Diskussion mit einem Kampfrichter in der Wechselzone, ein Sturz bei einem Ausweichmanöver beim Radstart und der Verlust von Trinkflasche und Eigenverpflegung auf der Radstrecke konnten den Triathleten von der Schlei nicht stoppen. Mit viel Adrenalin im Blut, eisernem Durchhaltewillen und emotionalem Support seiner Fangemeinde kämpfte sich Marc van de Bergh auch in Roth Richtung Ziel.

Nach dem Schwimmen im Main-Donau-Kanal in 58:02 Minuten und 5:08:08 Stunden im Rennradsattel ließ sich der Borener auf der Laufstrecke auch von Magenproblemen nicht aufhalten. Als dann aber auch der Marathon in 3:41:17 Stunden bewältigt war, hatte der 39-Jährige allen Anlass zum ausgiebigen Jubel im Ziel. Mit seiner Gesamtzeit von 9:54:43 Stunden ist Marc van de Bergh weiterhin der bislang schnellste Langdistanz-Triathlet aus der Schleiregion in diesem Jahrzehnt. „Triathlon ist und bleibt nun mal ein nicht immer planbares und kalkulierbares Geschäft. Und das ist auch gut so“, fasste van de Bergh seine Erlebnisse in Roth und Zell zusammen, an deren Ende aber jeweils ein sportliches Happy End stand.

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