Fussball-Oberliga : Kropp rutscht immer tiefer ab

Kropps Startelf-Debütant Farhan Aliyenz (l.) zieht an Jan-Oliver Mauriczat vorbei.
Kropps Startelf-Debütant Farhan Aliyenz (l.) zieht an Jan-Oliver Mauriczat vorbei.

Erneut geführt und am Ende wieder verloren: Der TSV Kropp hat in der Fußball-Oberliga auch das siebte Spiel in Folge nicht gewonnen.

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22. Oktober 2018, 06:00 Uhr

Gegen den Heider SV gab es eine 1:2 (0:0)-Heimniederlage. Das zuvor komfortable Polster auf die Abstiegsränge ist nun auf einen Zähler geschmolzen.

„Insgesamt war es gegen ambitionierte Heider ein guter Auftritt als Team“, meinte Kropps Co-Trainer Martin Schmidt. Die Gäste hätten zwar ein Chancenplus besessen, so Schmidt, „aber meines Erachtens wäre eine Punkteteilung angesichts unserer Leistung folgerichtig gewesen.“ Auf Seiten der Dithmarscher kommentierte Coach Sönke Beiroth: „Die Kropper waren der erwartet schwere Gegner. Sie haben derzeit eine Serie, in der es für sie nicht so läuft. Aber nach wie vor können sie in ihrer Offensive viel entwickeln. Das haben wir gut unterbunden.“ Unter dem Strich ginge der Sieg in Ordnung, weil „wir mehr und die klareren Torchancen hatten.“

In einer kampfbetonten Partie neutralisierten sich beide Teams überwiegend, aussichtsreiche Tormöglichkeiten boten sich den 250 Zuschauern an der Norderstraße nur selten. Eine Möglichkeit auf Seiten des HSV hätte beinahe zum 1:0 geführt. Nach einem Dribbling von Tobias Hass stand der treffsicherste Angreifer im Heider-Dress (elf Tore) frei vor Schlussmann Daniel Jeromin. Allerdings scheiterte der 31-Jährige am stark reagierenden Keeper, sodass Schiedsrichter Patrick Petersen-Lund nach 45 torlosen Minuten zur Halbzeit pfiff.

Nach dem Seitenwechsel legten beide Mannschaften mehr Offensivdrang an den Tag, Kropps Lars Horstinger umspielte Torhüter Torben Franzenburg, verpasste aber seinen zehnten Saisontreffer. Nur wenig später kam es auf der anderen Seite erneut zum Duell zwischen Hass und Jeromin, in dem der Schlussmann eine Direktabnahme glänzend parierte und die Asmussen-Elf vor dem Rückstand bewahrte. „Den hält er herausragend“, lobte der Heider Coach, dessen Team praktisch mit dem Gegenangriff das 0:1 kassierte. Farhan Aliyenz, nach seinem 18. Geburtstag erstmals spielberechtigt und Startelf-Debütant, bediente Kapitän Lukas Henke, der zur Führung einschoss (60.).

Die Freude währte aber nur kurz: Keine zwei Minuten später erzielte Azat Selcuk aus 16 Metern den Ausgleich. „Da standen die Innenverteidiger von Kropp viel zu weit entfernt, sodass Azat den Ball annehmen konnte. Aber wir hatten das Spielglück auch ein wenig auf unserer Seite. Der Ball springt vom Innenpfosten rein. Das hätte auch anders enden können“, erklärte Beiroth.

Fortan nahm die Partie noch mehr Tempo auf, der dritte Treffer der Partie lag in der Luft. Der eingewechselte Jörn Vogt scheiterte freistehend an Franzenburg. Die Dithmarscher zeigten sich dagegen kaltschnäuziger und abgezockter. Alex Hardock hielt bei einer flachen Hereingabe von Hass den Fuß hinein und ließ Jeromin keine Chance zur Abwehr (73.) – 1:2. Die Gäste konnten fünf Minuten später tief durchatmen. Ein Tor von Daniel Schwennsen wurde nach einem Foulspiel zurückgepfiffen.

In der Schlussphase löste der Gastgeber seine Viererkette auf, riskierte mehr und wäre dabei gleich drei Mal ins Hintertreffen geraten. Hass scheiterte erneut völlig freistehend an Jeromin, einen Schuss von Marvin Wolf lenkte der Keeper noch um den Pfosten und ein Abseitstreffer der Gäste wurde nicht anerkannt.

„Wir sind heute viele Wege gegangen und haben trotz des Rückstandes auf Angriff geschaltet und das Spiel gemacht. Ich bin mit dem Auftreten der meines Teams sehr zufrieden“, freute sich Beiroth über die 24 Punkte „auf Bewährung“. Aufgrund mangelnder Schiedsrichter wird derzeit ein Abzug von drei Punkten geprüft.

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