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Klassen-Treffen mit karibischem Flair;

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Wieser siegt beim Robbe & Berking Sterling Cup der 5.5er / "Trivia" gewinnt Finale der12mR-Yachten

Glücksburg | Als die Flotte der 5.5er zur letzten Wettfahrt des Robbe & Berking Sterling Cups aus dem Hafen des Flensburger Segel-Clubs (FSC) in Richtung Regattabahn steuerte , hatten Marcus Wieser und seine Crew ihre "BMW-Yachtsport" schon gekrant und auf dem Trailer verankert. Der amtierende Weltmeister der Titelkämpfe vor Curaçao hatte bei nahezu karibischen Bedingungen auf der Flensburger Förde die Konkurrenz fest im Griff, brauchte zur letzten Wettfahrt nicht mehr an den Start zu gehen und tat es auch nicht. "Nachher machen wir noch etwas kaputt", scherzte Crewmitglied Matti Paschen während der Arbeiten am Mast. Dabei war es auf dem Wasser durchaus zu brenzlichen Situationen gekommen. In der vierten Wettfahrt musste das Team durch die auf Vorwindkurs segelnde Sechser-Konkurrenz hindurch. "Die Front von 6ern zu durchkreuzen, war schon eine knifflige Angelegenheit. Und das ohne Vorfahrt. Man weiß ja nie, was die so vorhaben", meinte der gut aufgelegte Münchner. Die Klassen-Konkurrenz profitierte nicht vom gefährlichen "Wieser-Ritt durchs Nadelöhr". Das Team behielt die Führung in der Wettfahrt und der gesamten Serie - sowohl über alles, als auch in der Modern-Class.

Dort tummelte sich auch Melges 24-Segler Oliver Schwall und schlug sich als Dritter mehr als achtbar. "Das hat irre Spaß gemacht mit der Kiste", kommentierte der ehemalige Tornado-Weltmeister, stellte aber auch fest, dass das Jollensegeln mit der Melges "noch mehr Fun bietet". "Wenn du auf der Melges das Ruder hart umlegst, fliegt der Vorschoter raus. So ein Zwei-Tonner dagegen fährt aus Trägheit erst einmal noch einen Kilometer geradeaus", beschrieb Schwall seine Eindrücke von der "BEK". Das Kürzel steht für die Namen der drei Eigner, unter anderem von Ulrich Ellerbeck, dem Vorsitzenden des Kieler Yachtclubs (KYC).

In der Gesamtwertung der 5.5er auf Rang vier, gewann Thomas Müller mit der "Sinewave 5.5" die Klasse Evolution vor dem FSC-Mitglied und Vorsitzenden des Norddeutschen Regattavereins (NRV), Andreas Christiansen, mit der "Criollo". Für den mehrfachen Drachen-Weltmeister Müller wieder ein erfolgreiches Wochenende an der Förde. Das Revier gefällt und liegt ihm, genauso wie der 5.5er. "Aber wir werden auch weiterhin Drachen segeln", sagte Müller, der den Stau beim Kranen durch ein vorzeitiges Ende der letzten Wettfahrt umgehen konnte. "Wir hatten auf die deutsche Seite gesetzt, das ging voll daneben", sagte Müller, der später den Stau vor der Rader Hochbrücke allerdings nicht umgehen konnte.

Für freie Fahrt auf der Regattabahn sorgte die Crew der Kieler "Trivia", die die Konkurrenz der wunderschönen 12mR-Yachten mit drei Punkten Vorsprung vor der Flensburger "Sphinx" mit Gorm Gondeson am Steuer gewann. Die führenden Zwölfer lieferten sich ein super spannendes Finale. Das "Trivia"-Team um Steuermann Wilfried Beeck hatte vor den letzten Rennen zwei Matchbälle. Der erste wurde mit dem Tagessieg der "Sphinx" abgewehrt, der zweite allerdings saß. Die "Sphinx" hatte auf die falsche Seite gesetzt, "Trivia" und "Evaine", mit Stig Westergaard am Ruder, lieferten sich ein packendes Wendeduell mit dem am Ende dann überzeugenden Sieg der "Trivia"-Crew. Sehr zur Freude von Wilfried Beeck. "Nach zwei knappen Niederlagen in den letzten Aufeinandertreffen endlich wieder ein Erfolg", freute sich Beeck bei der Siegerehrung.

Die 6mR-Klasse nutzte den Sterling Cup als Training für die Robbe & Berking-WM, die gestern mit den ersten Wettfahrten begann. Nach zwei Rennen führt in der Modern-Class die Crew des Briten Robert Smith, in der Classic-Class liegt das finnische Team um Henrik Lundberg an der Spitze. Die WM wird heute um ab 11 Uhr fortgesetzt.

Alle Ergebnisse: www.fsc.de

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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