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Segeln : Iver Ahlmann gewinnt Herzschlagfinale auf dem Wannsee

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Musto-Skiff-Segler Iver Ahlmann gewann auf dem Wannsee zum fünften Mal in seiner Karriere die German Open der internationalen Einhandjolle gegen seinen Dauerkonkurrenten Frithjof Schwerdt.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2015 | 07:13 Uhr

Das war ein Finale, wie es einem Drehbuchautor nicht besser hätte einfallen können – und das bessere Ende für sich hatte Musto-Skiff-Segler Iver Ahlmann (Foto). Der Büdelsdorfer gewann auf dem Wannsee zum fünften Mal in seiner Karriere die German Open der internationalen Einhandjolle gegen seinen Dauerkonkurrenten Frithjof Schwerdt. Der amtierende Europameister vom Potsdamer Yachtclub fuhr im Finalrennen nur wenige Sekunden nach Ahlmann über die Ziellinie. Zugleich gewann der Büdelsdorfer den German Circuit 2015, die Serie von drei Schwerpunktregatten in Deutschland.

„Das war ein echtes Herzschlagfinale“, freute sich der Kieler-Woche-Sieger von 2011 über seinen umgangssprachlich „Deutschen Meistertitel“. In der kleinen, aber feinen Konkurrenz der 15 Skiffs war es von Beginn an ein Zweikampf zwischen dem Potsdamer und dem Büdelsdorfer. „Vom ersten Startschuss bis zum letzten Zieldurchgang sind wir mit dem Messer zwischen Zähnen gegeneinander gesegelt“, berichtete Ahlmann von der sportlich fairen Auseinandersetzung der derzeit wohl stärksten deutschen Musto Skiff-Segler. Zunächst war es der Präsident der internationale Klassenvereinigung, der bei Nieselregen mit den leichten, stark drehenden Ostwinden besser zurecht kam und alle vier Rennen des ersten Tages für sich entschied. Im Laufe des Events besserten sich die Bedingungen, der Wannsee präsentierte sich am letzten Tag bei strahlend blauem Himmel, mit knackig kalten Temperaturen und kräftigem Ostwind zwischen fünf und sechs Beaufort – eigentlich die Domäne von Schwerdt. Ahlmann ging mit einem Punkt Vorsprung in das Rennen. „Hopp, oder Top“, war seine Devise. Gleich nach Start machte der Büdelsdorfer einen Extremschlag und war als Erster an der Luv-Tonne. Aber Schwerdt ließ sich selbst durch eine zwischenzeitliche Kenterung nicht abhängen. An der letzten Tonne lagen nach drei Runden mit Ahlmann, Schwerdt und dem Münchner Junis Rindermann drei Skiffs gleichauf. „Das war wie ein Wollknäuel“, kommentierte Ahlmann das Gewusel, aus dem er als Erster auf den Vorwindkurs ging. Wegen des regen Berufsverkehrs entlang der Pfaueninsel musste der Büdelsdorfer „nur noch eine ordentliche Linie zum Ziel“ finden. Die Linie, die ihn zum German Open-Sieger kürte, fand er. „Das war echt genial“, freute sich der diesjährige Kieler-Woche-Dritte über den Coup. „Das absolute Saison-Highlight“, sagte Ahlmann, der sich jetzt auf mehr Zeit für Ehefrau Catharina und Töchterchen Rosa freut.

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