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HSG Tarp-Wanderup ist Meister

vom

Hart umkämpfter 28:27-Sieg in Minden bringt den Titel / Konkurrent Altenholz stolpert in Hannover / Lizenz für 2. Liga beantragt

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 03:59 Uhr

minden | Wie der viel zitierte "begossene Pudel" stand Trainer Christian Voß kurz nach der Partie bei GWD Minden II in der 3. Handball-Liga da. Gerade hatte seine HSG Tarp-Wanderup in einer dramatischen Schlussphase mit 28:27 (15:10) die Oberhand behalten. Damit war die "Meisterdusche" für den Coach fällig. Denn durch den Ausrutscher des TSV Altenholz in Hannover können die "Wölfe" bereits vor dem letzten Spieltag den Gewinn der Meisterschaft feiern und sich auf die 2. Liga freuen. Der Lizenzantrag liegt bereits bei der HBL vor.

"Wir haben es in der Endphase unnötig spannend gemacht, weil wir uns einfach nicht mehr an die Vorgaben gehalten haben. Wenn man allerdings wie wir von Beginn an vorn liegt, geht der Sieg in Ordnung. Dass nun auch der Titelkampf vorzeitig entschieden ist, freut uns natürlich zusätzlich", zeigte sich Christian Voß nach den nervenaufreibenden 60 Minuten wieder entspannt.

Dass es am Schluss ein reines Nervenspiel werden würde, davon war zunächst überhaupt nichts zu sehen. Während die Wölfe gleich im Stile eines Spitzenreiters auftrumpften, hatten die Gastgeber dem in erster Linie Kampf und Einsatz entgegen zu setzen, allerdings mit wenig Erfolg. Bereits nach 18 Minuten führte Tarp mit 10:2. Vor allem Mario Petersen und Arne Zschiesche trafen immer wieder ins Schwarze. Stützen konnte sich das Spiel der Treenehandballer dabei auf eine solide Deckung mit einem starken Tim Lübker zwischen den Pfosten.

Lediglich Mindens Sebastian Bagats fand die eine oder andere Lücke im Tarper Abwehrverbund. Nach der 14:6-Führung kurz vor dem Seitenwechsel gab es aber einen Bruch im Tarper Spiel. Minden hatte nun besseren Zugriff auf die Partie und verkürzte bis zum Seitenwechsel auf 10:15.

Im zweiten Abschnitt wurde das Spiel zusehends hektischer, wie zahlreiche Zeitstrafen und die Disqualifikation von Aaron Ziercke dokumentieren. "Wir haben uns in dieser Phase dem teilweise undiszipliniertem Spiel der Gastgeber angepasst, haben oft die falschen Entscheidungen getroffen und immer häufiger zu früh abgeschlossen", bemängelte Christian Voß.

Lediglich Kreisläufer Malte Jessen zeigte sich gewohnt durchsetzungsstark. Die übrigen HSG-Angreifer hatten immer größere Probleme, sich gegen die Mindener Deckung zu behaupten. Die Folge waren Ballverluste und schnelle Gegentore. Die Gastgeber kamen auf 15:18 (39.) heran. Spätestens da waren sie wieder im Spiel. Nun entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit leichten Vorteilen für GWD, die weiter Tor um Tor aufholten. Beim 27:26 (57.) hatte Minden den Anschluss geschafft und so wurden die letzten 180 Sekunden zur reinen Nervenprobe, in der die Wölfe nach dem Schlusspfiff knapp, aber verdient die Nase vorn hatten.

Christian Voß musste danach erst einmal kräftig durchatmen. "Wir haben nach der Pause plötzlich wieder die Fehler gemacht, die uns in der Hinrunde des Öfteren aus der Bahn geworfen haben. Das es dann doch gereicht hat, haben wir nicht zuletzt einer bärenstarken Leistung von Tim Lübker im Tor zu verdanken, der uns vor allem auch in der kritischen Phase im Spiel gehalten hat. Den Titelgewinn werden wir jetzt auf der Rücktour schon ein wenig feiern. Das hat sich die Mannschaft auch redlich verdient."Tarp: Lübker, Tarp Moldrup - Jessen (8), Kobs, Brüne (1), Desler (2), Worm (2), Blasczyk, Hinrichsen, Otto, Molsen (1), Petersen (8/4), Cordes, Zschiesche (6).

Minden: Welge, Räber - Skusa (2), Kunisch (3), Jungmann, Oevermann (7/3), Fuchs (1), Altvater, Hösl, Freitag (2), Paul (2), J Knickmeier, Traue (3), Bagats (7/1). Schiedsrichter: Chung/Huß (Hannover). Siebenmeter: 4/7:4/5. - Zeitstrafen: 9:6

Rote Karte: Markus Fuchs (35. Min./3. Zeitstrafe), Aaron Ziercke (39. Min.). Zuschauer: 500

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